SAP und Uhlmann demonstrieren, wie sich die industrielle Wertschöpfung rund um die Verpackungsmaschine durch die enge Verzahnung von Produktion, Daten und Service neu organisieren lässt. Im Fokus steht ein integrierter Ansatz, bei dem digitale Produktionsumgebungen, offene Datenräume und KI-gestützte Anwendungen direkt in operative Prozesse eingebunden werden. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für mehr Effizienz, Transparenz und Entscheidungsfähigkeit.
Verpackungsmaschine „Pacxplorer“ als Demonstrator für digitale Produktion
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Verpackungsmaschine „Pacxplorer“, die als industrielle Demonstrations- und Entwicklungsplattform dient. Gemeinsam zeigen die zwei Unternehmen auf der Hannover Messe 2026, wie sich digitale Technologien in der Praxis einsetzen lassen. So verbindet die Verpackungsmaschine digitale Zwillinge, Condition Monitoring und Smart Services in einem gemeinsamen Datenökosystem. Grundlage hierfür ist die Initiative Factory-X, die einen dezentralen Datenraum für die Industrie etabliert und einen sicheren, interoperablen Datenaustausch ermöglicht.
Integration der Verpackungsmaschine in SAP-Systemlandschaften
Die Verpackungsmaschine ist vollständig in SAP-Systeme integriert und wird im Live-Betrieb gezeigt. Dadurch wird sichtbar, wie industrielle Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette genutzt werden können. Transparenz über Anlagenzustand, Auslastung und Leistungsfähigkeit bildet die Basis für datenbasierte Services. Diese lassen sich gezielt an spezifische Maschinenparameter anpassen und unterstützen vorausschauende sowie dynamische Servicekonzepte.
Serviceprozesse im Fokus
Ein zentraler Aspekt ist die Weiterentwicklung von Serviceprozessen. Insbesondere der Ersatzteilservice hat direkten Einfluss auf Anlagenverfügbarkeit und Produktivität. Verzögerungen können zu Stillständen führen und wirtschaftliche Auswirkungen haben. SAP und Uhlmann setzen daher auf KI-gestützte Prozesse, die von der Anfragebearbeitung über die Identifikation geeigneter Ersatzteile bis zur Angebotserstellung reichen. Ziel ist es, Abläufe zu beschleunigen und gleichzeitig die Prozesssicherheit zu erhöhen.
„Industrie steht heute mehr vor der Frage nach Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit als nach reiner Kostenoptimierung“, sagt Dominik Metzger, President und Chief Product Officer für SAP Supply Chain Management bei SAP. „Mit SAP Business AI sowie integrierten Produktions- und Servicelösungen verlagern wir Entscheidungen direkt in die Geschäftsprozesse. So können Unternehmen Risiken früh erkennen, flexibel reagieren und auch unter instabilen Bedingungen handlungsfähig bleiben.“
Datenbasierte Wertschöpfung verändert den Einsatz industrieller Systeme
Diese Zusammenarbeit zeigt, dass sich industrielle Wertschöpfung zunehmend verändert. Nicht zusätzliche Kapazitäten, sondern vernetzte Daten und schnelle Entscheidungen bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die ihre Produktions- und Serviceprozesse datenbasiert steuern, können flexibler auf Marktveränderungen reagieren und ihre Prozesse effizienter gestalten.
Verpackungsmaschine als Grundlage für weitere Entwicklung
Nach der Hannover Messe 2026 wird die Verpackungsmaschine „Pacxplorer“ in der SAP S.Factory in Walldorf weiter betrieben. Dort dient sie als Plattform für die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern sowie für die Weiterentwicklung neuer Lösungen. Ziel ist es, industrielle Transformation kontinuierlich voranzutreiben und praxisnah zu erproben.