Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und der digitale Produktpass (DPP) treiben die Weiterentwicklung der industriellen Kennzeichnung voran. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Systeme an neue Vorgaben anzupassen und gleichzeitig stabile Produktionsprozesse sicherzustellen. Frank Debusmann, Sales Director National bei Rea Elektronik, erklärt: „Die EU-Verpackungsverordnung und der digitale Produktpass treiben momentan alle unsere Kunden um. Denn bei ihrer Umsetzung kommen auch die Kennzeichnungstechnologien auf den Prüfstand.“ Neben regulatorischen Anforderungen rückt auch die Qualität der Kennzeichnung stärker in den Fokus. Systeme zur Code-Prüfung und Qualitätssicherung gewinnen an Bedeutung.
Kennzeichnung als integrierter Bestandteil der Produktion
Moderne Kennzeichnungstechnologien müssen sich nahtlos in bestehende Fertigungsprozesse integrieren lassen. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass Codes eindeutig und über alle Produktionsstandorte hinweg konsistent verwendet werden. Mit datenbankgestützten Systemen lassen sich Kennzeichnungen eindeutig verwalten und mehrfach genutzte Codes vermeiden. Dies ist insbesondere für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Rückverfolgbarkeit relevant.
Neue Technologien für industrielle Kennzeichnung
Auf der Interpack 2026 zeigt Rea deshalb eine Vielzahl neuer Systeme für die Kennzeichnung und Code-Prüfung, darunter Lösungen aus den Produktlinien „Rea JET“, „Rea LASER“, „Rea LABEL“ und „Rea Verifier“. Der neue „Rea UV LASER“ ermöglicht eine dauerhafte Kennzeichnung von Kunststoffen durch Farbumschlag. Die Beschriftung erfolgt direkt im Material ohne Zusatzstoffe und ohne Veränderung der Materialeigenschaften. Mit dem „Rea LASER CL 100“ steht eine leistungsstarke Lösung für hohe Taktzahlen zur Verfügung. QR-Codes lassen sich mit hoher Geschwindigkeit auf große Stückzahlen aufbringen.
Neue Verpackungsmaterialien stellen zusätzliche Anforderungen an die Kennzeichnung. Monomaterialien sind recyclingfähig, erschweren jedoch die Haftung klassischer Tinten. Hier kommen spezielle Tinten und alternative Verfahren zum Einsatz. Die migrationsarmen UV-Tinten für „Rea JET“-Systeme ermöglichen eine sichere Kennzeichnung, ohne dass Bestandteile in das Produkt übergehen.
Digitale Prozesse in einer Kombilösung
Die Integration von Druck, Code-Erstellung und Prüfung gewinnt weiter an Bedeutung. Mit „Rea Print-Inspect“ bietet Rea eine Lösung, die diese Prozesse kombiniert und eine durchgängige Kontrolle ermöglicht. Die Systeme steuern sowohl den Druck als auch die anschließende Prüfung der Codes, fehlerhafte Kennzeichnungen können direkt erkannt und ausgeschleust werden.
Neben bestehenden Lösungen zeigt Rea auch neue Entwicklungen. Ein Prototyp aus der Produktlinie „Rea Verifier“ soll künftig neue Maßstäbe in der Code-Prüfung setzen. Frank Debusmann betont: „Wir finden für jede Anwendung die richtige Kennzeichnungstechnologie.“ Die Anforderungen an die Kennzeichnung werden weiter steigen. Flexibilität, Integration und Qualitätssicherung bleiben zentrale Faktoren. Sie finden Rea auf der Interpack 2026 in Düsseldorf in Halle 8b am Stand C17.