Ausblick für 2025 bestätigt
Merck verzeichnet mit 5,3 Milliarden Euro Umsatz im dritten Quartal 2025 ein solides Wachstum
Donnerstag, 13. November 2025
| Redaktion
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Merck in Darmstadt
Merck Zentrale in Darmstadt, Bild: Merck

Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und spürbarem Gegenwind durch Währungseffekte hat Merck im dritten Quartal 2025 ein stabiles organisches Wachstum erzielt. Besonders die Geschäftseinheit Process Solutions im Bereich Life Science sowie die Therapiegebiete Seltene Erkrankungen und CM&E im Bereich Healthcare trugen zur positiven Entwicklung bei. Die Prognose für das Gesamtjahr 2025 wurde bestätigt.

„Wir haben in allen drei Unternehmensbereichen ein solides organisches Wachstum erzielt. Das unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres diversifizierten Portfolios selbst bei erheblichen externen Herausforderungen. Wie kürzlich auf unserem Kapitalmarkttag ausgeführt, sind unsere starken Werttreiber und Cashflow-generierenden Geschäfte bestens aufgestellt, um über Jahre hinweg nachhaltig Wert zu schaffen“, betont Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO von Merck.

Umsatzsteigerung trotz negativer Währungseffekte

Im Berichtszeitraum stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um ein Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Das organische Wachstum lag bei 5,2 Prozent, wodurch negative Währungseffekte in Höhe von minus 4,9 Prozent kompensiert werden konnten. Das Ebitda des Konzerns legte um fast neun Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro zu. Das Ebit stieg um mehr als elf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 898 Millionen Euro, was einer Steigerung von knapp elf Prozent entspricht.

Life Science: Process Solutions erneut starker Wachstumstreiber

Im Unternehmensbereich Life Science erzielte Merck einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent entspricht. Das organische Wachstum belief sich auf 5,9 Prozent, der negative Währungseffekt lag bei minus 4,6 Prozent. Besonders Process Solutions verzeichnete mit einem organischen Umsatzplus von 10,3 Prozent eine starke Entwicklung. Die Einheit bietet Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Arzneimittelproduktion.

Science & Lab Solutions konnte ebenfalls zulegen. Das organische Wachstum betrug 2,5 Prozent, jedoch sank der Umsatz infolge negativer Währungseffekte insgesamt um 1,8 Prozent. Die Geschäftseinheit beliefert die pharmazeutische, biotechnologische und akademische Forschung. Life Science Services, die unter anderem als CDMO tätig ist, erreichte ein organisches Wachstum von 5,2 Prozent. Durch negative Währungs- und Portfolioeffekte ging der Umsatz insgesamt jedoch um 0,8 Prozent zurück.

Neuausrichtung der Merck Life-Science-Struktur ab 2026

Ab Januar 2026 wird Merck seine Life-Science-Aktivitäten neu gliedern. Process Solutions fokussiert sich auf Hersteller pharmazeutischer und biopharmazeutischer Produkte. Advanced Solutions bietet Spezialprodukte und individuelle Dienstleistungen mit hohem Beratungsanteil. Discovery Solutions betreibt eine digitale Plattform für Katalogprodukte für Biologie und Chemie.

Merck Healthcare: Neue Impulse durch Seltene Erkrankungen

Im Bereich Healthcare stieg der Umsatz im dritten Quartal um 3,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Zum wiederholten Mal wurde das organische Wachstum von der Geschäftseinheit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Endokrinologie (CM&E) sowie von Blockbuster-Medikamenten zur Behandlung von Multipler Sklerose und verschiedenen Krebserkrankungen vorangetrieben. Organisch betrug das Wachstum 4,6 Prozent. Positive Portfolioeffekte in Höhe von vier Prozent, hier vor allem infolge der Übernahme von Springworks Therapeutics, konnten negative Währungseffekte von minus 5,4 Prozent teilweise ausgleichen. Die neu geschaffene Einheit Seltene Erkrankungen umfasst Therapien zur Behandlung von fortschreitenden Desmoidtumoren und Neurofibromatose Typ 1 und leistet seit Juli 2025 ihren Beitrag zum Ergebnis. Die Geschäftseinheit CM&E, die unter anderem Medikamente gegen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hormonelle Störungen anbietet, erzielte ein organisches Umsatzwachstum von 7,2 Prozent.

Strategische Vereinbarungen stärken US-Geschäft

Im Oktober 2025 schloss Merck zwei bedeutende Vereinbarungen mit US-Behörden. Zum einen wurde der Zugang zu In-Vitro-Fertilisationsbehandlungen für US-Bürgerinnen ausgeweitet. Und zum anderen konnte eine Zollausnahmeregelung für pharmazeutische Produkte erzielt werden. Voraussetzung dafür ist die künftige Investition in Forschung und Produktion in den USA.

Jahresprognose 2025 bestätigt

Merck erwartet für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatz zwischen 20,8 und 21,4 Milliarden Euro sowie ein Ebitda pre zwischen sechs und 6,2 Milliarden Euro. Das organische Umsatzwachstum soll rund drei Prozent betragen, das Ebitda-pre-Wachstum zwischen fünf und sieben Prozent liegen.

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