Akquisition beschleunigt nachhaltiges Wachstum des Healthcare-Geschäfts
Merck übernimmt amerikanischen Spezialisten für seltene Tumore für drei Milliarden Euro
Montag, 28. April 2025
| Redaktion
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Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO von Merck
Belén Garijo, CEO und Vorsitzende der Geschäftsleitung, Bild: Merck

Merck kauft Springworks Therapeutics mit Sitz in Stamford, Connecticut, durch den Erwerb von Aktien. Springworks ist auf schwere seltene Erkrankungen und Krebs spezialisiert und hat bereits Produkte auf dem Markt. Mit der geplanten Übernahme stärkt Merck Healthcare seine Präsenz in den USA. Zudem sollen die neuartige Therapien für seltene Tumoren weltweit mehr Patienten zugänglich gemacht werden. Die Transaktion wurde sowohl von der Geschäftsleitung von Merck als auch vom Vorstand von Springworks einstimmig genehmigt. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet.

Merck verstärkt Fokus auf seltene Tumore

„Die vereinbarte Akquisition von Springworks ist eine richtungsweisende Maßnahme zur aktiven strategischen Gestaltung unseres Portfolios mit dem Ziel, Merck als international breit aufgestellten, innovationsstarken Vorreiter in Wissenschaft und Technologie zu positionieren. Im Unternehmensbereich Healthcare schärfen wir mit dem Zukauf unsere Fokussierung auf seltene Tumoren, beschleunigen das Wachstum und stärken unsere Präsenz in den USA“, erklärt Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO von Merck. „Über diese beabsichtigte Transaktion hinaus werden wir in unseren drei sich ergänzenden Unternehmensbereichen auch weiterhin Gelegenheiten für passende Zukäufe ausloten. Unser Fokus liegt dabei grundsätzlich auf strategischer Eignung, finanzieller Robustheit und langfristiger Wertschöpfung.“

Der geplante Zusammenschluss steht im Einklang mit den Geschäftsentwicklungs-/M&A-Prioritäten für das Pharmageschäft von Merck, die das Unternehmen auf seinem Kapitalmarkttag im Oktober 2024 erläutert hat. So setzt Merck im Unternehmensbereich Healthcare weiterhin auf externe Innovation durch Einlizenzierung hochwertiger Substanzen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien sowie auf gezielte Akquisitionen. Die angestrebte Übernahme passe zudem gut zu dem strategischen Ziel von Merck, die Präsenz seines Healthcare-Geschäfts in den USA, dem größten Pharmamarkt der Welt, zu stärken. Der Unternehmenszusammenschluss soll unmittelbar nach Abschluss der Transaktion zu den Umsatzerlösen von Merck beitragen. 

Zwei neue Onkologie-Therapien auf dem Markt

Das Unternehmensportfolio von Springworks für seltene Tumorerkrankungen umfasst zwei zugelassene Therapien. Zum einen eine First-in-Class-Standardtherapie zur systemischen Behandlung von Desmoidtumoren bei Erwachsenen und zum anderen die erste und einzige zugelassene Therapie für Erwachsene und Kinder mit symptomatischen, nicht vollständig resezierbaren plexiformen Neurofibromen der Nervenzellen bei Neurofibromatose Typ 1. Mit diesem Portfolio will Merck seine Umsätze unmittelbar und nachhaltig steigern. Darüber hinaus ergänzt es die Fortschritte von Merck auf dem Gebiet der seltenen Tumorerkrankungen. Erst kürzlich sicherte sich das Unternehmen durch die Ausübung einer Option die weltweiten Vermarktungsrechte an einem Wirkstoff zur Behandlung des tenosynovialen Riesenzelltumors, der von Abbisko Therapeutics entwickelt wurde und sich in der klinischen Erprobung befindet.

Merck und Springworks wollen gemeinsam Behandlungserfolge bei seltenen Tumorerkrankungen verbessern

„Mit Springworks bietet sich uns die einzigartige Gelegenheit, eine Führungsposition bei seltenen Tumoren aufzubauen und in diesem Bereich, der eine große Therapielücke aufweist, eine solide Grundlage für weitere Investitionen zu schaffen“, sagt Peter Guenter, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Healthcare. „Merck und Springworks bilden zusammen genau die richtige Kombination, um den Behandlungserfolg bei seltenen Tumorerkrankungen zu verbessern und innovative Therapien für mehr Patienten weltweit zugänglich zu machen. Gleichzeitig bietet sich uns die Möglichkeit, an die ersten Erfolge von Springworks in den USA anzuknüpfen und diese fortzuschreiben. Die geplante Akquisition wird langfristig für nachhaltiges Wachstum in unserem Healthcare-Geschäft sorgen. Gemeinsam mit meinem Nachfolger Danny Bar-Zohar freue ich mich darauf, diese strategische Transaktion unter Dach und Fach zu bringen und dadurch im Leben der Patientinnen und Patienten, die von diesen komplexen und schwierig zu behandelnden Tumoren so stark betroffen sind, Entscheidendes zu bewirken.“ 

Im Gegenzug eröffnet die vereinbarte Akquisition Springworks die Möglichkeit, seine Reichweite auf Märkte außerhalb der USA auszudehnen. Das Unternehmen profitiert von den umfangreichen globalen Ressourcen des Unternehmensbereichs Healthcare von Merck.

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