Injektions- und Infusionsflaschen aus Typ II-Glas für parenterale Anwendungen

Gerresheimer auf der Pharmapack 2020

Gerresheimer Typ II-Glas Produktion Reinraum

Gerresheimer ist als Anbieter für pharmazeutische Spezialverpackungen auch auf die Produktion von Pharmabehältern aus Typ II-Glas spezialisiert. Zwei Vergütungsmethoden ermöglichen es sowohl kleinste Flaschengrößen für Injektionen, wie auch typische Infusionsflaschen mit größeren Volumen zu produzieren. Die Sicherstellung der Glasqualität und der hydrolytischen Resistenz des Typ II-Glases steht hierbei an erster Stelle. Durch die neue Wannentechnik, den Ausbau des Reinraums, der Automatisierung sowie Digitalisierung der Prüf - und Verpackungsanlagen, sichert das Unternehmen seine führende Position.

„Unsere Kunden wollen sichere und fehlerfreie Produkte von uns. Daher müssen wir auch bereits vor der Innenvergütung des Typ II-Glases einen optimalen Produktionsprozess sicherstellen, indem wir kontinuierlich überprüfen und bei Bedarf eingreifen,“ sagt Silvio Carriço, Senior Product Manager Pharma, Food & Beverage.

Center of Excellence spezialisiert auf Typ II-Glas-Produktion

Gerresheimer produziert seit Jahren Pharmaflaschen aus Typ II-Glas für Medikamente, die parenteral per Injektion oder Infusion verabreicht werden. Nach der Erneuerung und Erweiterung der Klarglaswanne in Essen wurden zwei neue Produktionslinien in Betrieb genommen, die primär für die Herstellung von Typ II-Glas vorgesehen und direkt mit dem neu erweiterten Reinraum verbunden sind. Als Center of Excellence für Typ II-Glas im Verbund der Gerresheimer Gruppe wird der Standort seine Kapazitäten und sein Knowhow weiter ausbauen. Ergänzt wird dies unter anderem durch hohe Investitionen in neueste, selbstlernende Prüfanlagen. Hiermit festigt Gerresheimer seine Position als innovativer Anbieter von parenteralen Lösungen.

Typ II-Glas ideal für parenterale Applikationen

Bei Typ-II-Gläsern handelt es sich um Normalglas, auch Kalk-Natron-Glas genannt. Die Kalk-Natron-Gläser machen die weitaus größte Menge aller industriell hergestellten Gläser aus. Wie aus dem Namen hervorgeht, spielen dabei als Bestandteile neben Sand vor allem Natron und Kalk eine wesentliche Rolle. Ein Typ-II-Glas ist mit einer speziellen Oberflächenbehandlung, der sogenannten Innenvergütung, ausgestattet. Diese Innenvergütung reduziert die Glasauslaugung der Glasoberfläche gegenüber alkalischen Lösungen. Sie sind für die meisten Parenteralia die beste Lösung. 

Veredelung durch Innenvergütung 

Primärpackmittel aus Behälterglas haben seit jeher einen festen Platz als Behälter für flüssige und feste Medikamente. Wird Kalknatronglas durch eine spezielle Veredelungsmethode, der Innenvergütung, in der hydrolytischen Resistenz deutlich gesteigert, spricht man vom Glastyp II. Daher werden an Primärpackmitteln für solche Applikationen besonders hohe Anforderung an das Glas und den Vergütungsprozess gestellt.

Fehlervermeidung vor Fehlererkennung

Vor der Fehlererkennung kommt bei Gerresheimer die Vermeidung von Fehlern. Bereits bei der Herstellung der Glasschmelze werden die speziellen Anforderungen berücksichtigt. Dafür werden besondere Materialien eingesetzt: beispielsweise schmelzgegossene Alumina-Steine. Sie sorgen unter anderem dafür, dass die hohen Qualitätsanforderungen an das Glas zuverlässig erfüllt werden können. Die automatisierte Überwachung der Tropfenbildung und Einbringung in das Werkzeug schließen den Kreis der vollumfänglichen Steuerung der Glasherstellung („closed loop“).

Die Experten des Centers of Excellence von Gerresheimer beraten auf der Pharmapack 2020 in Paris am 5. und 6. Februar am Stand B60/B64 über Behälter aus Typ II-Glas.
 

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