Schott investiert dreistelligen Millionenbetrag in neue Produktion am Standort Müllheim

Herstellung von Kunststoffspritzen für die Pharmaindustrie soll 2022 Betrieb aufnehmen

Schott baut seine Fertigung für Pharmaverpackungen in Müllheim aus

Schott baut seine Fertigung für Pharmaverpackungen in Müllheim aus. Anfang 2020 ist der Spatenstich für ein neues Werk für Polymerspritzen geplant. Die neue Fertigung entsteht unmittelbar neben dem bereits bestehenden Werk in der Müllheimer Industriestraße. In den kommenden drei Jahren werden eine neue Produktionshalle, ein Verwaltungsgebäude sowie ein Pilot-Center für Innovationen entstehen. Die Investition soll rund 100 neue Arbeitsplätze schaffen.

Aktuell produziert Schott in Müllheim hauptsächlich Pharmafläschchen aus Glas mit rund 250 Mitarbeitern. Mit der Erweiterung um Polymerspritzen investiert das Unternehmen nun in einen stark wachsenden Geschäftsbereich. Die Spritzen bestehen aus einem transparenten Kunststoff und sind besonders gut geeignet, Medikamente zu verpacken und zu lagern. Sie werden vom Pharmaunternehmen mit dem Medikament vorgefüllt ausgeliefert. Zum Einsatz kommen sie unter anderem in der Krebstherapie, bei Notfallmedikation und Intensivmedizin, aber auch bei Kosmetikanwendungen – allesamt Behandlungsgebiete mit hoher Nachfrage.

Schott gehört zu den weltweiten Marktführern für derartige Spritzen und stellt diese bereits seit 1999 am Schweizer Standort St. Gallen her. Aufgrund der steigenden Nachfragen werden auch dort neue Produktionslinien eingerichtet und in Betrieb genommen. „Durch den Aufbau eines zweiten Fertigungsstandorts unterstreichen wir die Bedeutung des Geschäftes“, sagt Werkleiter Bernhard Langner. „In Müllheim finden wir hervorragende Bedingungen vor und haben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden. Wir freuen uns, unsere Tätigkeit hier weiter auszubauen.“