Ausblick für das Gesamtjahr 2026 bestätigt
Roche erzielt 14,7 Milliarden Schweizer Franken Umsatz im ersten Quartal 2026
Donnerstag, 23. April 2026
| Redaktion
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Roche Verwaltung
Roche Verwaltung, Bild: Roche

Roche hat im ersten Quartal 2026 Konzernverkäufe in Höhe von 14,7 Milliarden Schweizer Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Wachstum von sechs Prozent, während in Schweizer Franken ausgewiesen ein Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen ist. Die Entwicklung wurde durch die starke Nachfrage nach Medikamenten und diagnostischen Lösungen getragen, gleichzeitig belastete die Aufwertung des Schweizer Frankens das Ergebnis.

Roche-CEO Thomas Schinecker: „Gut für nachhaltiges Wachstum aufgestellt"

Thomas Schinecker, CEO von Roche, erklärt: „Mit einem Verkaufswachstum von sechs Prozent zu konstanten Wechselkursen sind wir erfolgreich ins Jahr gestartet. Wir haben Erfolge in Bereichen erzielt, in denen Patientinnen und Patienten dringend bessere Behandlungsoptionen brauchen, darunter Multiple Sklerose, Adipositas und eine schwere Autoimmunerkrankung, die zu Nierenversagen führen kann. Dazu zählt auch die EU-Zulassung für einen neuen Test zum Nachweis von Neuroinflammation bei Multipler Sklerose, ein wichtiger Fortschritt für die Behandlung dieser Krankheit. Dank unseres diversifizierten Portfolios in beiden Divisionen und anhaltender Fortschritte in unserer Forschung und Entwicklung sind wir auch in einem dynamischen geopolitischen Umfeld gut für nachhaltiges Wachstum aufgestellt. Wir bestätigen unseren Ausblick für das Gesamtjahr.“

Roche steigert Umsatz in der Pharma-Division zu konstanten Wechselkursen

Die Pharma-Division von Roche erhöhte ihre Verkäufe um sieben Prozent zu konstanten Wechselkursen auf 11,5 Milliarden Schweizer Franken. Wachstumstreiber waren insbesondere Medikamente zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Die fünf wichtigsten Produkte erzielten zusammen einen Umsatz von 5,3 Milliarden Schweizer Franken, was einem Plus von 14 Prozent zu konstanten Wechselkursen entspricht.

In den USA stiegen die Pharma-Verkäufe um fünf Prozent, während sie in Europa leicht zurückgingen. Japan und China entwickelten sich mit zweistelligen Wachstumsraten dynamisch. Die Region International verzeichnete mit 16 Prozent ebenfalls ein deutliches Plus, während Wechselkurseffekte die ausgewiesenen Ergebnisse in mehreren Märkten belasteten.

Diagnostics stabilisiert Wachstum

Die Division Diagnostics steigerte die Verkäufe um drei Prozent zu konstanten Wechselkursen auf 3,3 Milliarden Schweizer Franken. Damit trägt der Bereich weiterhin zur Stabilisierung des Konzerns bei, insbesondere in einem von Währungseffekten geprägten Umfeld. Das Wachstum wurde vor allem durch die Nachfrage nach Lösungen für Zentrallabore sowie Anwendungen in der Pathologie getragen. Auch Bereiche wie klinische Chemie und Immundiagnostik entwickelten sich positiv und unterstützten die Umsatzentwicklung in mehreren Regionen.

Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: In EMEA legten die Verkäufe moderat zu, während Nordamerika insbesondere von der Entwicklung in den Bereichen Core Lab, Pathology Lab und Molecular Lab profitierte. In der Region Asien-Pazifik wirkten sich hingegen Preisreformen im chinesischen Gesundheitswesen dämpfend aus, während Lateinamerika ein solides Wachstum verzeichnete.

Roche baut Innovationsportfolio weiter aus

Zu den wichtigen Entwicklungen bei Roche in jüngster Zeit zählt die Einführung der „AI Factory“, einer Infrastruktur zur Beschleunigung der Entwicklung neuer Medikamente und diagnostischer Lösungen. Zudem wurde die Übernahme von Saga Diagnostics vereinbart und ein neues Forschungszentrum im Bereich Humanbiologie in Basel eröffnet.

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