Flexibles System sorgt für kurze Umrüstzeiten im Isolator

Lock-and-key-Prinzip

System für Kleinchargenproduktion

Eine kleine, platzsparende Anlage die es erlaubt, im Isolator unterschiedlichste Produkte und Chargen zu verarbeiten – und das in schneller Folge dank sehr kurzer Umrüstzeiten: Dies ermöglichen nun das flexible System Vario-Sys, das Bausch+Ströbel zusammen mit dem Isolatorenspezialisten Skan neu entwickelt hat.

Das Prinzip dieser neuen Lösung ist denkbar einfach in der Anwendung: In einem speziellen Isolator, der die Produktion unter Bedingungen der Reinraumklasse A ermöglicht, können einzelne Produktionsmodule nach dem lock-and-key-Prinzip eingebaut werden – sei das nun eine Anlage zur Verarbeitung von Spritzen im Nest, oder eine Füll- und Verschließmaschine für Vials. Auch ein Gefriertrockner kann integriert werden.

Sicheres Ein- und Ausschleusen von Material
Einbau bedeutet hier konkret, dass das jeweilige Produktionsmodul ganz einfach wie ein Arbeitstisch aus dem Isolator herausgefahren und durch ein anderes ersetzt werden kann. Für die sichere und gasdichte Verbindung von Isolator und Produktionsmodul sorgt eine spezielle aufblasbare Dichtung im L-Flansch. Das sichere und effektive Ein- und Ausschleusen von Material in bzw. aus dem Isolator ermöglicht die schnelle Schleuse Sara. Diese vom Isolator unabhängige vollautomatische Dekontamination erfolgt mit Wasserstoffperoxid (H2O2) und dauert im Schnitt nur etwa 15 Minuten.

Mögliche Produktionsmodule sind zum Beispiel:

  • ein Produktionsmodul, das mit unterschiedlichsten Laborgeräten oder Halbautomaten ganz individuell nach Anforderung bestückt werden kann.
  • eine vollautomatische Maschine zum Füllen und Verschließen (KSF 5105) oder  zum Verschließen (KS 4105) von Flaschen oder Vials mit einer maximalen Leistung von 2000 Objekten pro Stunde. 
  • eine vollautomatisch getaktet arbeitende Maschine zum Füllen und Verschließen von füllfertig vorbereiteten Einmalspritzen, Vials oder Karpulen in Nestern und Tubs, die eine maximale Leistung von 4200 Objekten pro Stunde hat (SFM 5105). Für diesen Einsatzbereich kann an das System auch ein Modul zum automatischen Entpacken der Tubs angeschlossen werden.
  • weitere Module für Stabilitätstests, Produktzubereitung etc.

Für größtmögliche Flexibilität sorgen darüber hinaus zahlreiche unterschiedliche Dosiersysteme. So können hier zum Beispiel Peristaltikpumpen, ventillose Drehkolbenpumpen für Flüssigkeiten oder Schneckendosieraggregate für pulverförmige Produkte zum Einsatz kommen; auch die Verwendung von Single-use-Systemen ist problemlos möglich. Eine spezielle Luftführung im Isolator ermöglicht es außerdem,  gefahrlos toxische Produkte zu verarbeiten.

Platz- und zeitsparend
Doch nicht nur die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, das gesamte System ist in sich geschlossen, kann sehr einfach an einem anderen Standort aufgebaut werden. Da es keine besonderen Anforderungen an den Aufstellungsraum stellt, ist es nach dem Prinzip plug and play sehr schnell einsatzbereit. Für die Produktion kleinerer Chargen steht mit Vario-Sys somit ein sehr platz- und zeitsparendes System zur Verfügung, das sich schnell umrüsten lässt, bei dem sich verschiedenste Komponenten ganz individuell kombinieren lassen und das zudem durch Erweiterungen leicht an geänderte Anforderungen angepasst werden kann – und das bei niedrigen Investitionskosten und dank Standardisierung  geringem Validierungsaufwand. Ein entscheidender Vorteil, um mit Neuentwicklungen schnell auf dem Markt präsent zu sein.