Dritter Testraum in Oelde schafft zusätzliche Kapazitäten für Dekanter, Separatoren und Skidlösungen
Gea erweitert Kompetenzzentrum für mechanische Trenntechnik für die Pharmaindustrie
Donnerstag, 03. September 2026
| Redaktion
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für mechanische Trenntechnik: Explosionsgeschützter Versuch nach Atex-Standard im Process Test Center in Oelde
Explosionsgeschützter Versuch nach Atex-Standard im Process Test Center in Oelde, Bild: Gea

Mit einem zusätzlichen Testraum baut Gea sein Process Test Center am Standort Oelde aus und erweitert damit die Kapazitäten für mechanische Trenntechnik. Die Einrichtung dient unter anderem dazu, Trennprozesse für pharmazeutische Anwendungen unter praxisnahen Bedingungen zu untersuchen. Darüber hinaus schafft der Ausbau Platz für größere Maschinen, moderne Skidlösungen und interne Entwicklungsprojekte. Nach Abschluss der Erweiterung umfasst das Testzentrum eine Gesamtfläche von 3.500 Quadratmetern. Versuche können mit einem Rohstoff- beziehungsweise Medieninput von bis zu 5.000 Litern pro Stunde durchgeführt werden. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 vorgesehen.

Mechanische Trenntechnik für pharmazeutische Prozesse untersuchen

Das Process Test Center beschäftigt sich seit rund 70 Jahren mit der Entwicklung und Anwendung zentrifugaler Trenntechnik. Zu den Schwerpunkten zählen Prozesse aus der Pharma- und Chemieindustrie. Ergänzend werden Anwendungen mit nachwachsenden Rohstoffen sowie Prozesse aus der Getränke- und Milchverarbeitung getestet. Unternehmen können im Testzentrum untersuchen, welche Dekanter oder Separatoren sich für eine bestimmte Anwendung eignen. Insgesamt wurden dort bislang mehr als 60.000 Versuchsberichte aus unterschiedlichen Anwendungsgebieten erstellt und archiviert. Diese Datenbasis unterstützt die Auslegung und Weiterentwicklung mechanischer Trennprozesse. Derzeit werden in Oelde jährlich rund 800 Produktmuster getestet und weiterentwickelt. Mit dem dritten Testraum reagiert Gea auf die gestiegene Nachfrage nach entsprechenden Versuchskapazitäten.

Versuche liefern Daten für die Prozessauslegung

Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen technische Fragen, die vor der Übertragung eines Verfahrens auf den Produktionsmaßstab geklärt werden können. Dazu gehören die Auswahl der geeigneten Maschine und der Prozessparameter sowie das Verhalten des Verfahrens bei unterschiedlichen Rohstoffqualitäten. Auch die kontinuierlich erreichbare Produktqualität lässt sich im Versuch untersuchen. Die Ergebnisse können anschließend als Grundlage für die Auslegung industrieller Prozesse dienen. Gleichzeitig erhält das Forschungs- und Entwicklungsteam des Unternehmens mit dem Ausbau zusätzliche Kapazitäten für eigene Versuchsreihen.

Mehr als 120 Maschinen unterstützen mechanische Trenntechnik

Für Tests stehen im Process Test Center mehr als 120 Versuchsmaschinen zur Verfügung. Das Spektrum reicht von kleineren Laboranlagen bis zu industrienahen Skids und umfasst verschiedene Dekanter und Separatoren. Der neue Testraum soll insbesondere die Untersuchung größerer Maschinen und komplexerer Anlagenkonfigurationen ermöglichen. Zur vorhandenen Infrastruktur gehört zudem ein Atex-zertifizierter Versuchsraum. Dieser ermöglicht Tests für Anwendungen in explosionsgefährdeten Umgebungen. Gea nennt hierfür insbesondere Einsatzfelder aus der Chemie sowie der Öl- und Gasindustrie.

Process Test Center für mechanische Trenntechnik erhält neue Infrastruktur

Parallel zu den zusätzlichen Versuchskapazitäten modernisiert Gea die technische Infrastruktur des Standorts. Vorgesehen sind ein eigenes Abwasseraufbereitungssystem und eine Wärmepumpe des Unternehmens. Beide Technologien sollen direkt in die erweiterte Einrichtung integriert werden. Mit dem Ausbau stehen künftig zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung, um mechanische Trenntechnik unter definierten Versuchsbedingungen zu untersuchen. Für pharmazeutische Anwendungen lassen sich damit Trennprozesse vor einer Übertragung auf größere Produktionsmaßstäbe testen und auslegen.

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