Investition von mehr als 80 Millionen Euro in deutschen Produktionsstandort
Gea eröffnet Technologiezentrum für pharmazeutische Gefriertrocknung in Elsdorf
Freitag, 13. Februar 2026
| Redaktion
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Gea hat im Februar 2026 ein neues Pharma-Technologiezentrum in Elsdorf in NRW eröffnet, in dem pharmazeutische Gefriertrocknungssysteme entwickelt und gebaut werden
Gea hat im Februar 2026 ein neues Pharma-Technologiezentrum in Elsdorf in NRW eröffnet, Bild: Gea

Mit einem neuen Standort in Nordrhein-Westfalen baut Gea seine Aktivitäten im Bereich pharmazeutische Gefriertrocknung weiter aus. In Elsdorf bündelt das Unternehmen künftig Forschung und Entwicklung, Produktion sowie Service unter einem Dach. Die Investition von über 80 Millionen Euro unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Marktes für Gea und stärkt zugleich die industrielle Wertschöpfung im rheinischen Revier.

Gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur eröffnete Stefan Klebert, CEO von Gea, das neue Technologiezentrum. Rund 260 Mitarbeitende sind dort beschäftigt. Der Neubau ersetzt das bisherige Werk im benachbarten Hürth, dessen Kapazitäten zuletzt ausgeschöpft waren.

Pharmazeutische Gefriertrocknung: Ausbau der Produktionskapazitäten

Mit dem neuen Zentrum erweitert Gea sowohl seine Entwicklungsressourcen als auch die Produktionskapazitäten für pharmazeutische Gefriertrocknungssysteme. Die räumliche Zusammenführung von Engineering, Fertigung, Montage und Service soll Abstimmungsprozesse verkürzen und Durchlaufzeiten reduzieren.

Stefan Klebert betont im Rahmen der Eröffnung: „Mit unserem neuen Technologiezentrum in Elsdorf investieren wir in eines unserer Wachstumsfelder und stärken unsere Innovationsfähigkeit im Pharmabereich weiter. Auch unsere Produktionskapazitäten steigern wir deutlich. Beides hilft uns, unsere führende Position in diesem hochinnovativen Marktsegment auszubauen.“

Nachhaltige Infrastruktur für pharmazeutische Gefriertrocknung

Der neue Standort ist auf einen CO2-neutralen Betrieb ausgelegt. Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen versorgen das Werk mit Strom. Dieser wird unter anderem für Luft-Wasser-Wärmepumpen genutzt, die Prozesse der pharmazeutischen Gefriertrocknung sowie Heiz- und Kühlfunktionen unterstützen. Nach Unternehmensangaben lassen sich so in der Produktion bis zu 7.000 Tonnen CO2 einsparen.

Zusätzlich stehen 30 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge sowie sechs Stationen für E-Bikes zur Verfügung. Auf dem rund 45.000 Quadratmeter großen Gelände wurden versiegelte Flächen weitgehend durch Graspflastersteine vermieden.

Wachsende Bedeutung der Gefriertrocknung

Die Gefriertrocknung ist ein zentraler Prozessschritt für zahlreiche temperaturempfindliche Arzneimittel. Impfstoffe, Antibiotika, Seren, Diagnostika sowie biotechnologische Produkte benötigen stabile Herstellungsbedingungen und hohe Qualitätsstandards. Pharmazeutische Gefriertrocknungssysteme müssen daher sowohl regulatorische Anforderungen als auch Energieeffizienzvorgaben erfüllen.

Gea adressiert diese Anforderungen mit technologischen Weiterentwicklungen, die den Energiebedarf traditionell energieintensiver Verfahren reduzieren sollen. Das neue Zentrum in Elsdorf ist Teil einer langfristigen Strategie, die Kapazitäten in diesem Segment systematisch auszubauen und die Position als Technologiepartner der internationalen Pharmaindustrie weiter zu festigen.

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