Biontech hat im zweiten Quartal 2026 weitere Fortschritte bei der Umsetzung seiner langfristigen Unternehmensstrategie erzielt. Während die Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen erwartungsgemäß zurückging und die Umsatzerlöse belastete, setzt das Unternehmen den Ausbau seiner Onkologie-Pipeline konsequent fort. Insgesamt laufen derzeit 14 zulassungsrelevante klinische Studien. Darüber hinaus wurden im laufenden Jahr bereits sechs weitere zulassungsrelevante Studien gestartet. Parallel investiert das Biopharma-Unternehmen weiter in Forschung, Entwicklung und den Ausbau seiner kommerziellen Strukturen.
Biontech verzeichnet erwarteten Umsatzrückgang
Die Umsatzerlöse beliefen sich im zweiten Quartal 2026 auf 105,6 Millionen Euro nach 260,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr erreichte Biontech einen Umsatz von 223,7 Millionen Euro gegenüber 443,6 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Unternehmensangaben ist der Rückgang im Wesentlichen auf die weltweit geringere Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen zurückzuführen. Zudem sollen in Deutschland während der Impfsaison 2026 zunächst vorhandene Impfstoffbestände genutzt werden. Biontech geht weiterhin davon aus, dass der überwiegende Teil der Umsätze des Geschäftsjahres im zweiten Halbjahr erzielt wird. Hier wird ein Umsatz in Höhe von 613 Millionen Euro aus der Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb erwartet.
Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im zweiten Quartal auf 551 Millionen Euro nach 509,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr summierten sich die Aufwendungen auf 1,1 Milliarden Euro. Die höheren Ausgaben resultieren vor allem aus Investitionen in die Weiterentwicklung der Onkologie-Pipeline, Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie der Integration der Ende 2025 übernommenen Geschäftstätigkeiten von Curevac. Gleichzeitig wirkten Einsparungen durch die Priorisierung einzelner Entwicklungsprogramme sowie Kostenbeteiligungen von Kooperationspartnern dämpfend.
Studien stärken die klinische Entwicklung von Biontech
Im laufenden Jahr hat Biontech bereits sechs zulassungsrelevante klinische Studien gestartet. Darüber hinaus berichtete das Unternehmen über weitere positive Ergebnisse aus Programmen der Onkologie-Entwicklung. Noch im Jahresverlauf erwartet Biontech drei weitere Datenveröffentlichungen aus Programmen der spätklinischen Entwicklung. Die klinischen Programme umfassen unterschiedliche Therapieansätze und sollen die Weiterentwicklung der Pipeline in mehreren häufigen Krebsindikationen unterstützen.
Onkologie-Pipeline wird konsequent ausgebaut
Mit aktuell 14 zulassungsrelevanten klinischen Studien und mehr als zehn neuartigen Kombinationstherapien in häufig vorkommenden Krebsarten zählt die Onkologie weiterhin zu den strategischen Schwerpunkten des Unternehmens. Parallel bereitet Biontech weitere Markteinführungen entsprechend den Empfehlungen der zuständigen Behörden vor und investiert in den Ausbau seiner globalen Entwicklungs- und Produktionsstrukturen.
Biontech hält an seiner Wachstumsstrategie fest
Der Nettoverlust erhöhte sich im zweiten Quartal auf 820,8 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr belief sich das Minus auf 1,35 Milliarden Euro. Ursächlich hierfür sind insbesondere die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Priorisierung der Pipeline. Finanzvorstand Ramón Zapata betont dennoch die solide Finanzbasis des Unternehmens. Die Kapitalallokationsstrategie zeige Wirkung, das Aktienrückkaufprogramm verlaufe planmäßig und die Weiterentwicklung der Pipeline schreite kontinuierlich voran. Ziel bleibe es, Biontech bis 2030 zu einem biopharmazeutischen Unternehmen mit mehreren zugelassenen Produkten weiterzuentwickeln.
Biontech passt Finanzprognose für 2026 an
Für das Geschäftsjahr 2026 hat Biontech seine Umsatzprognose angepasst. Ausschlaggebend sind die weltweit geringer als erwartete Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen, die Nutzung bestehender Impfstoffbestände in Deutschland sowie Meilensteinzahlungen aus einem auslizenzierten Forschungsprogramm, die im laufenden Jahr nicht mehr erwartet werden.
Unverändert geht das Unternehmen davon aus, dass der Großteil der Umsatzerlöse in der zweiten Jahreshälfte realisiert wird. Gleichzeitig soll die langfristige Strategie mit weiteren Investitionen in die Onkologie-Pipeline und die Vorbereitung zukünftiger Produkteinführungen konsequent fortgesetzt werden.