Biontech hat die Ergebnisse für das zweite Quartal 2025 vorgelegt und zentrale Weichen für die Weiterentwicklung seines Onkologie-Portfolios gestellt. Das Biotechnologieunternehmen setzt seine strategische Fokussierung auf zwei tumorübergreifende Programme fort: mRNA-basierte Krebsimmuntherapien und bispezifische Antikörperkandidaten.
Kooperation mit Bristol Myers Squibb fördert Entwicklung von Antikörperkandidaten
Ein Meilenstein war der Abschluss einer globalen Kollaborationsvereinbarung mit Bristol Myers Squibb zur gemeinsamen Entwicklung eines Antikörpers. Dieser richtet sich gegen PD-L1 und VEGF-A und soll in mehreren soliden Tumorarten klinisch erprobt werden. Die Partnerschaft sieht eine Vorauszahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar vor, die sich voraussichtlich im dritten Quartal 2025 in der Liquidität von Biontech widerspiegeln wird.
Biontech übernimmt Curevac zur Stärkung der mRNA-Kompetenz
Zusätzlich hat Biontech die Übernahme von Curevac angekündigt. Ziel der Transaktion ist es, die Kompetenzen in den Bereichen mRNA-Design, Formulierungstechnologien und Herstellung zu erweitern. Beide Schritte stärken die Grundlagen für eine pipelinebasierte Produktentwicklung in der Onkologie.
Finanzergebnisse im Zeichen der Transformation
Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei rund 261 Millionen Euro, verglichen mit etwa 129 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 beliefen sich die Erlöse auf rund 444 Millionen Euro, nach gut 316 Millionen Euro im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Nettoverlust von April bis Juni 2025 verringerte sich auf 387 Millionen Euro.
Klinische Daten stützen Biontechs Onkologiestrategie
Im Berichtsquartal wurden klinische Daten mehrerer Onkologieprogramme auf Fachkonferenzen vorgestellt. Diese unterstreichen den kombinierten Ansatz bei der Entwicklung neuartiger Therapieoptionen gegen Krebs.
Covid-19-Impfstoff von Biontech erhält EU-Zulassung
Parallel zur Onkologie verzeichnete das Pharmaunternehmen Fortschritte im Bereich Covid-19-Impfstoffe. Ein variantenangepasster Impfstoff erhielt die Marktzulassung durch die Europäische Kommission. Die Auslieferung ist ab August geplant, vorbehaltlich der Zulassung in den jeweiligen Ländern.
Ausblick: Biontech plant Investitionen in Onkologie und Forschung
Für das Gesamtjahr erwartet Biontech Umsatzerlöse zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen zwischen 2,6 und 2,8 Milliarden Euro liegen. Der Fokus bleibt auf der spätphasigen Entwicklung und Skalierung des Onkologie-Geschäfts.
Die strategischen Schritte im zweiten Quartal markieren einen klaren Fortschritt in der Transformation von Biontech zu einem Unternehmen mit einem diversifizierten Produktportfolio in der Onkologie.