Bayer hat im zweiten Quartal 2026 den Konzernumsatz währungs- und portfoliobereinigt um 2,2 Prozent auf 10,87 Milliarden Euro gesteigert. Das Ebitda vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. Das Ebit verbesserte sich auf 827 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch 13 Millionen Euro erzielt worden waren. Das Konzernergebnis belief sich auf 219 Millionen Euro. „Operativ sind wir auf einem guten Weg, unsere Jahresziele zu erreichen“, betont Vorstandsvorsitzender Bill Anderson bei der Vorlage des Halbjahresfinanzberichts. Alle drei Divisionen entwickelten sich planmäßig.
Bayer sieht Fortschritte bei strategischen Prioritäten
Nach Angaben des Unternehmens wurden im ersten Halbjahr wichtige Fortschritte bei der langfristigen Unternehmensstrategie erzielt. Dazu zählt Bayer insbesondere die Weiterentwicklung der Pharma-Pipeline sowie die Transformation der Organisationsstruktur mit schnelleren Entscheidungsprozessen und einer stärkeren Kundenorientierung. Auch bei der Bewältigung der Rechtsstreitigkeiten in den USA sieht sich der Konzern vorangekommen. Ein Urteil des US Supreme Court habe die Position des Unternehmens im Zusammenhang mit einem geplanten Sammelvergleich gestärkt. „Insgesamt sind wir mit unserer Strategie zur Eindämmung der Rechtsstreitigkeiten gut vorangekommen, wir haben aber noch wichtige Meilensteine vor uns“, so Anderson.
Pharmaceuticals entwickelt sich stabil
Die Division Pharmaceuticals erreichte im zweiten Quartal einen Umsatz von 4,46 Milliarden Euro und lag damit währungs- und portfoliobereinigt leicht über dem Vorjahresniveau. Wachstum erzielten insbesondere neuere verschreibungspflichtige Medikamente, während erwartete Umsatzrückgänge infolge von Patentabläufen bei etablierten Produkten das Gesamtwachstum begrenzten. Das Ebitda vor Sondereinflüssen verringerte sich um 3,6 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Ursächlich waren unter anderem höhere Investitionen in die Markteinführung neuer Therapien sowie ein positiver Einmaleffekt im Vorjahresquartal.
Consumer Health wächst in den meisten Regionen
Im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten erhöhte Bayer den Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um 1,5 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. Wachstum verzeichnete das Unternehmen in nahezu allen Regionen sowie in den meisten Produktkategorien. Belastend wirkten eine schwächere Saison im Bereich Allergie- und Erkältungsprodukte sowie das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld in den USA. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank auf 319 Millionen Euro. Höhere Herstellungskosten und ein ungünstiger Produktmix konnten durch Preismaßnahmen und Kostendisziplin nur teilweise kompensiert werden.
Bayer bestätigt Ausblick für 2026
Den währungsbereinigten Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte Bayer weitgehend. Zum Jahresende soll sie zwischen 29 und 30 Milliarden Euro liegen und damit unter der bisherigen Erwartung von 32 bis 33 Milliarden Euro. Grund dafür ist unter anderem eine im Juli vereinbarte Minderheitsbeteiligung eines Finanzinvestors an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva eingebracht hat. Die operative Kontrolle über das Geschäft verbleibt vollständig beim Konzern.