Ultraschall-Siegeltechnologie ermöglicht hermetische Verpackungen von Wärmeauflagen

Spürbare Reduzierung von Ausschuss aufgrund mangelhafter Verpackungen verringert Produktverlust und steigert Produktivität

Hermetische Schlauchbeutelverpackungen

Weltweit vertrauen Kunden auf Wärmeauflagen zum einmaligen Gebrauch, um ihre Beschwerden und Schmerzen zu lindern. Die Wärme entsteht durch eine einfache chemische Reaktion innerhalb der Auflage bei Kontakt mit Luft nach dem Auspacken. Die angenehme Wärme lindert Rücken- und Gelenkschmerzen sowie eine Reihe verbreiteter Muskelbeschwerden. Zur Gewährleistung qualitativ hochwertiger Produkte muss die Verpackung der Wärmeauflage hermetisch versiegelt sein, damit keine Luft eindringen kann und die chemische Reaktion somit nicht schon während des Transports ausgelöst wird. In einem solchen Fall wäre das Produkt beim Kauf nicht mehr verwendbar.

Um die Zuverlässigkeit des Siegelprozesses bei seinen drei Verpackungslinien für Wärmeauflagen zu optimieren und seine bestehenden Anlagen zu modernisieren, wandte sich ein langjähriger Kunde und bekannter Hersteller von Medizinprodukten an Bosch Packaging Technology in der Schweiz. Für die Entwicklung und Installation der bestmöglichen Technologie arbeiteten die beiden Unternehmen Hand in Hand. Ziel war es, die Stillstandzeiten in der Produktion zu reduzieren und die Gesamtanlageneffektivität zu steigern. Zugleich sollte die Qualität der Siegelnähte verbessert und auf diese Weise gewährleistet werden, dass eine hermetische Verpackung die Wärmeauflagen bis zum Öffnen durch den Kunden zuverlässig vor einer Reaktion mit Luft schützt.

Hermetische Schlauchbeutelverpackungen durch Ultraschall-Siegelung
In der Primärverpackungslinie für Wärmeauflagen verwendete der Hersteller bis dato eine Siegeltechnologie, die zum Zeitpunkt der Anschaffung die modernste Lösung auf dem Markt war. Seither waren zehn Jahre vergangen. Mit der ehemals fortschrittlichen Technologie bestand jedoch während des Verpackungsprozesses das Risiko, die Wärmeauflagen nicht ausreichend dicht zu verpacken, was zu einer vorzeitigen Erwärmung hätte führen können. Um die Produktqualität zu verbessern und die Schmerzlinderung zu gewährleisten, wollte der Hersteller sicherstellen, dass jedes Produkt das Werk fehlerlos verlässt und in einwandfreiem Zustand zum Kunden gelangt. In der seit mehreren Jahren bestehenden Zusammenarbeit mit Bosch für neuen Verpackungslösungen war bereits eine Vorstellung davon entstanden, was die ideale Lösung sein könnte: der Einsatz von Ultraschall-Siegeltechnologie.

Die „Sigpack HCUL“ von Bosch wurde entwickelt, um mithilfe von Ultraschall-Siegelung hermetische Schlauchbeutelverpackungen herzustellen. Dabei ist die horizontale Schlauchbeutelmaschine speziell darauf ausgelegt, die Siegelnahtqualität für Produkte zu verbessern, die empfindlich auf Luft, Wasserdampf und Licht reagieren. Die Maschine verwendet mechanische Schwingungsenergie, um jede Packung einzeln zu versiegeln. Bei dieser Methode wird von zwei Backen Reibung zwischen den zwei Schichten Verpackungsfolie erzeugt, sodass Hitze exakt dort entsteht, wo sie erforderlich ist. So entstehen lange Molekülketten, die die Folienschichten fest miteinander verbinden, was schließlich die Siegelintegrität erhöht. Da die Siegelelemente selbst während des Prozesses kalt bleiben, besteht keine Gefahr einer Übertragung von überschüssiger Hitze auf das Produkt, sodass es keinen Schaden auf Grund erhöhter Temperaturen nehmen kann. Außerdem bietet die Maschine den weiteren Vorteil einer Siegelnaht-Qualitätskontrolle, da beim Durchlaufen des Systems für jede Packung der richtige Siegeldruck und die adäquate elektrische Siegelleistung geprüft, sowie die Frequenz und Amplitude der Schwingungen überwacht werden. Im unwahrscheinlichen Fall, dass der Siegeldruck die Obergrenze für die Längs- oder Quersiegelung übersteigt, was die Siegelintegrität beeinträchtigen könnte, wird die fehlerhafte Packung aus der Produktionslinie ausgeschleust.

160 verpackte Produkte pro Minute
Auch andere Pharma-Hersteller haben die Schlauchbeutelsysteme für Dichtpackungen im Einsatz und zeigten sich von der erzielten Siegelqualität und zuverlässigen Technik beeindruckt. Die neuen HCULs verpacken bis zu 160 Produkte in der Minute und erlauben es Herstellern, den Siegelprozess der Verpackung online zu überwachen.

Mit Hilfe dieser Überwachungsfunktion in Kombination mit der hochwertigen Ultraschall-Siegelung können mangelhaft gesiegelte Packungen nahezu vollständig aus dem Produktionsprozess entfernt werden, wodurch kein fehlerhaftes Produkt mehr zum Endkunden gelangt. Zusätzlich minimieren die Kaltsiegelbacken der Sigpack HCUL Ablagerungen von Materialpartikeln auf den Siegelbacken, was wartungsbedingte Stillstandzeiten in der Produktion deutlich reduziert und so die Gesamtanlageneffizienz und Produktivität nachhaltig steigert.

Siegelnahtqualität der Packungen für Wärmeauflagen verbessert
Durch die Zusammenarbeit zwischen Bosch und dem Hersteller von Medizinprodukten konnte die Siegelnahtqualität der Packungen für die Wärmeauflagen verbessert werden. Der Einsatz des Sigpack HCUL Schlauchbeutelsystems konnte den Ausschuss aufgrund mangelhafter Verpackungen deutlich minimieren, was sich in geringerem Produktverlust und höherer Produktivität widerspiegelt. Verglichen mit den früheren Anlagen bieten die Verpackungslinien für Wärmeauflagen nun eine deutlich höhere Gesamtanlageneffektivität und steigern somit die Rentabilität. Die harmonische Zusammenarbeit zwischen Bosch und dem Wärmeauflagenhersteller bei der Integration der Sigpack HCUL in den Produktionsprozess bedeutet mehr Sicherheit für die Endverbraucher. So können sie sich darauf verlassen, dass die Wärmeauflagen intakt sind und ihre Schmerzen lindern.