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Kontinuierliche Tablettenproduktion
Direktverpressungsanlage für Continuous Manufacturing: Skalieren ohne Prozessbruch mit Fette Compacting
Montag, 27. April 2026
| Redaktion
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Abb. 1:  Das kontinuierliche Verarbeitungssystem FE CPS (rechts) bildet zusammen mit einer Tablettenpresse (links) eine Direktverpressungsanlage für Continuous Manufacturing.
Abb. 1: Das kontinuierliche Verarbeitungssystem FE CPS (rechts) bildet zusammen mit einer Tablettenpresse (links) eine Direktverpressungsanlage für Continuous Manufacturing, Bilder: Fette Compacting

Die pharmazeutische Tablettenproduktion steht unter wachsendem Anpassungsdruck: komplexere Formulierungen, kürzere Lebenszyklen und variable Volumina treffen auf steigende Anforderungen an Reproduzierbarkeit und regulatorische Absicherung. Gefragt sind flexible Anlagen, die sich innerhalb eines definierten Prozessrahmens skalieren lassen. Hier rückt Continuous Manufacturing wegen zahlreicher Vorteile in den Fokus. Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Konfigurationen zum Einsatz, etwa Doppelrundläufer-Tablettenpressen für höhere Durchsatzbereiche.

Kontinuierliche Direktverpressung gilt aufgrund ihrer prozesstechnischen Vorteile zunehmend als zukunftsfähige Lösung in der Tablettierung. Dabei handelt es sich nicht um ein fest definiertes Anlagenkonzept, sondern um ein Prozessmodell, das sich aus gezielten Entscheidungen entlang von Formulierung, Materialeigenschaften, Zielmengen und regulatorischen Anforderungen ableitet.

Fette Compacting verfolgt diesen Ansatz mit der Strategie „Together – from lab to production“ und dem kontinuierlichen Verarbeitungssystem FE CPS: In enger Abstimmung mit den Anwendern werden die relevanten Einflussgrößen analysiert und in ein gleichermaßen belastbares wie übertragbares Prozessdesign überführt (Abb. 2). Das Ziel ist eine über den gesamten Produktzyklus skalierbare Lösung von der Entwicklung bis zur Produktion. Auslegung und Komponenten der Linie, einschließlich der Tablettenpresse, ergeben sich dabei aus den jeweiligen Prozessanforderungen.

Die ganzheitliche Prozesspartnerschaft mit Fette Compacting beginnt bereits bei der frühen Formulierungsentwicklung und reicht bis zur Prozessoptimierung in der laufenden Produktion.
Abb. 2: Die ganzheitliche Prozesspartnerschaft mit Fette Compacting beginnt bereits bei der frühen Formulierungsentwicklung und reicht bis zur Prozessoptimierung in der laufenden Produktion.

Variable Produktionsmengen kontinuierlich verarbeiten

Mit der FE CPS stellt Fette Compacting ein System bereit, das als zentrales Element einer kontinuierlichen Direktverpressungslinie dient. In Kombination mit einer Tablettenpresse übernimmt es Dosierung, kontinuierliche Mischung und die direkte Übergabe an die Tablettierung. Mehrere Prozessschritte lassen sich so in einer durchgängigen Linie zusammenführen (Abb. 3):

1. Materialzufuhr mit bis zu sechs automatischen Nachfüllsystemen (Automatic Refill Systems, ARS)

2. Dosierung mit bis zu sechs Loss-in-Weight-Dosierstationen (LIW)

3. Kontinuierliche Horizontalmischung mit zwei entkoppelten Mischzonen

4. Integrierte Prozessanalyse mit Nahinfrarotspektroskopen (ePAT)

5. Pulvertransportsystem mit Dichtestromförderung

Prozessabfolge in der FE CPS
Abb. 3: Prozessabfolge in der FE CPS.

Die FE CPS ist nicht auf einen festen Leistungsbereich beschränkt, sondern als Plattform für die kontinuierliche Direktverpressung ausgelegt. Sie verarbeitet ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen in einem variablen Durchsatzbereich von fünf bis über 400 Kilogramm pro Stunde. Mit dieser Bandbreite bietet sie eine hohe Prozessflexibilität: von der Produktentwicklung über kleinere Chargen bis hin zur großvolumigen Fertigung. Auch die Wahl der Tablettenpresse ist flexibel und richtet sich nach den Prozessanforderungen, sodass sich auch höherer Output in die bestehende Prozesslogik integrieren lässt. Für die Skalierung lassen sich einzelne Komponenten gezielt anpassen. So ermöglicht das System ein durchgängiges Konzept, das Bruchstellen zwischen Entwicklung und Produktion vermeidet.

Zudem unterstützt die FE CPS schnelle Produkt- und Formatwechsel und senkt damit Stillstandszeiten. Das ermöglicht einen wirtschaftlichen Betrieb auch bei häufig wechselnden Produkten, insbesondere bei kürzeren Lebenszyklen und variablen Produktionsvolumina. Darüber hinaus reduziert der Einsatz des Systems im Vergleich zur Nassgranulation grundsätzlich auch den Zeit- und Energiebedarf deutlich.

Prozessführung mit ePAT

Bei hohem Durchsatz, häufigen Umrüstungen und variablen Formulierungen ist eine stabile Prozessführung entscheidend. Die FE CPS integriert dafür Prozessanalysetechnik direkt in den laufenden Prozess. Die embedded Process Analytical Technology (ePAT) überwacht qualitätsrelevante Parameter kontinuierlich per In-line-Messung: BU-Sensoren erfassen die Mischhomogenität an verschiedenen Positionen, ein TU-Sensor prüft die Homogenität der Tabletten kurz vor dem Auswurf und sortiert sie bei Bedarf aus. Durch die hundertprozentige Inspektion sämtlicher Tabletten erhöht sich entsprechend die gesamte Produktqualität. 

Fazit: Skalierbare Plattform für unterschiedliche Leistungsbereiche

Kontinuierliche Direktverpressung funktioniert am besten mit einem durchdachten Prozessdesign ohne starres Anlagenkonzept. Die FE CPS bietet dafür eine skalierbare Plattform mit flexiblen Pressenanbindungen und integrierter Prozessanalytik. Unterstützt durch die Beratung von Fette Compacting lassen sich unterschiedliche Durchsatzanforderungen kontrolliert und reproduzierbar umsetzen.

Kontaktieren Sie gerne Herrn Joshua Geiger, Teamkoordinator Continuous Manufacturing bei Fette Compacting und besuchen Sie Fette Compacting auf der Interpack 2026 in Düsseldorf in Halle 16 am Stand B16.

Hier erfahren Sie mehr über Fette Compacting.

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