Ausblick für 2025 bestätigt
Roche steigert Umsatz im ersten Quartal auf 15,4 Milliarden Franken
Donnerstag, 24. April 2025
| Redaktion
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Roche Verwaltung
Roche Verwaltung, Bild: Roche

Roche hat den Umsatz im ersten Quartal um sieben Prozent auf 15,4 Milliarden Franken gesteigert. Das Wachstum basiert auf einer starken Nachfrage nach neu entwickelten Medikamenten und Diagnostika. Damit konnten die Umsatzeinbußen in Höhe von 200 Millionen Franken aufgrund des Patentablaufs verschiedener Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen wie Brust-, Magen- und Blutkrebs, aber auch von rheumatoider Arthritis, Lungenerkrankungen, schweren Augenerkrankungen sowie von Covid-19 und die Auswirkungen der jüngsten Gesundheitsreformen in China mehr als kompensiert werden.

Fortschritte bei der Behandlung von Alzheimer, Hämophilie und Fettleibigkeit

Roche-CEO Thomas Schinecker kommentiert die positive Umsatzentwicklung: „Wir sind erfolgreich ins Jahr gestartet: Die Konzernverkäufe stiegen um sechs Prozent zu konstanten Wechselkursen. Zudem haben wir wichtige Meilensteine erreicht. Zwei Wirkstoffkandidaten, ein bispezifischer Brainshuttle-Antikörper zur potenziellen Behandlung von Alzheimer sowie ein Hämophilie-A-Präparat der nächsten Generation, gehen in die dritte und letzte Entwicklungsphase über. Parallel arbeiten wir mit Zealand Pharma an Amylin, einer potenziell neuen Option zur Gewichtsreduktion, als Monotherapie und als Kombinationspräparat mit unserem Inkretin CT-388. Im Diagnostikbereich haben wir unsere bahnbrechende Technologie zur ,Sequenzierung durch Expansion‘ vorgestellt, die beispiellose Geschwindigkeit und Flexibilität mit hoher Präzision vereint.“ 

Roche mit starker Präsenz in den USA

Zur Entwicklung in den USA betont der Vorstandsvorsitzende, dass Roche mit über 25.000 Mitarbeitenden, 15 Forschungs- und Entwicklungs- sowie 13 Produktionsstandorten stark vertreten sei. „Diese Präsenz bauen wir durch eine Investition von 50 Milliarden Dollar weiter aus, ein wichtiger Schritt, um Patientinnen und Patienten in den USA auch künftig mit hochinnovativen Medikamenten und Diagnostika zu versorgen. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Wachstumstrend fortsetzen, und bestätigen den Ausblick für das Gesamtjahr.“ 

Neue Medikamente sichern Pharma-Umsatz im ersten Quartal

Im Geschäftsbereich Pharma wuchsen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um neun Prozent auf 11,9 Milliarden Franken. Die neueren Medikamente zur Behandlung schwerer Krankheiten setzten ihr starkes Wachstum fort. Fünf dieser wichtigsten Wachstumsmedikamente zur Behandlung von Augenerkrankungen, Brustkrebs, Nahrungsmittelallergien, Hämophilie und Influenza erzielten zusammen einen Umsatz von 3,6 Milliarden Franken. Die Verkäufe legten in den USA neun Prozent auf rund 6,2 Milliarden Franken zu. In Europa stiegen sie im Vergleich zum Vorjahresquartal um fünf Prozent auf 2,3 Milliarden Franken. Auch in Japan wuchsen die Verkäufe: auf 671 Millionen Franken, ein Plus von drei Prozent. In der Region International war mit 15 Prozent der stärkste Zuwachs auf 2,7 Milliarden Franken zu verzeichnen.

Stabiles Diagnostika-Geschäft

Der Umsatz der Division Diagnostics ist mit rund 3,5 Milliarden Franken stabil zum Vorjahr. Dabei konnte die steigende Nachfrage insbesondere nach immundiagnostischen Produkten und Pathologie-Lösungen die Auswirkungen der jüngsten Gesundheitsreformen in China ausgleichen. Währungsbereinigt stiegen die Umsatzerlöse in der Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA) um vier Prozent. Sie wurden getragen von einer höheren Nachfrage nach immundiagnostischen Produkten, klinisch-chemischen Tests und Advanced-Staining-Lösungen. In Nordamerika legten die Verkäufe währungsbereinigt um sieben Prozent zu. Die Region Asien-Pazifik verzeichnete einen Rückgang der Verkäufe um 15 Prozent, bedingt durch die Auswirkungen der Gesundheitsreformen in China.

Roche bestätigt Ausblick für das Geschäftsjahr 2025

Das Schweizer Pharmaunternehmen erwartet erneut ein währungsbereinigtes Wachstum der Konzernverkäufe im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2025 bestätigt.

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