Investitionen in Höhe von 6,4 Milliarden Euro in F&E
Boehringer Ingelheim steigert Umsatz 2025 und treibt Neuentwicklungen voran
Freitag, 27. März 2026
| Redaktion
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Entwicklungsreaktor zur Wirkstoffsynthese bei Boehringer Ingelheim in Biberach
Entwicklungsreaktor zur Wirkstoffsynthese in Biberach, Bild: Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim hat im Geschäftsjahr 2025 seine Geschäftsentwicklung weiter ausgebaut und gleichzeitig zentrale Fortschritte in der Pipeline erzielt. Wachstumstreiber waren insbesondere neue Markteinführungen im Bereich Humanpharma sowie eine stabile Entwicklung im Bereich Tiergesundheit. Parallel dazu erhöhte das Unternehmen seine Investitionen in Forschung und Entwicklung und stärkte damit die Grundlage für zukünftige Innovationen.

Boehringer Ingelheim steigert Umsatz im Geschäftsjahr 2025

Im Jahr 2025 erzielte Boehringer Ingelheim einen Nettoumsatz von 27,8 Milliarden Euro, was einem währungsbereinigten Anstieg von 7,3 Prozent entspricht. Beide Geschäftsbereiche Humanpharma und Tiergesundheit trugen zu dieser Entwicklung bei. Insgesamt erreichte das Unternehmen rund 70 Millionen Patienten mit seinen Therapien.

Frank Hübler, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Finanzen, ordnet die Entwicklung ein: „In volatilen Märkten und angesichts regionaler Herausforderungen hat sich unser Geschäft als robust erwiesen. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf das, was wir am besten können: mehr Arzneimittel für Patientinnen und Patienten und Tiere bereitzustellen. Wir investieren so viel wie nie zuvor in Innovation, ein klarer Ausdruck unseres Anspruchs für die kommenden Jahre.“

Geschäftsbereich Humanpharma durch neue Therapien gestärkt

Der Geschäftsbereich Humanpharma entwickelte sich 2025 mit einem Umsatz von 22,7 Milliarden Euro weiterhin positiv. Währungsbereinigt entspricht dies einem Wachstum von 7,4 Prozent. Treiber waren unter anderem neue Therapien in den Bereichen Onkologie und Atemwegserkrankungen. Boehringer Ingelheim brachte zwei Medikamente mit „FDA Breakthrough Therapy Designation“ auf den Markt. Dazu zählt eine orale Therapie für HER2-mutierten fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, die im August 2025 in den USA eingeführt wurde. Zudem folgte ein Medikament zur Behandlung von idiopathischer Lungenfibrose und progressiver pulmonaler Fibrose, das zunächst in den USA und China zugelassen wurde. Dabei handelt es sich um die erste neue Therapieoption für idiopathische Lungenfibrose seit mehr als zehn Jahren.

„Das Jahr 2025 hat die Stärke unserer Pipeline eindrucksvoll untermauert und gezeigt, wie sehr sich unsere langfristigen F&E-Investitionen auszahlen. Mit zwei neu eingeführten Arzneimitteln in den Bereichen Onkologie und Atemwegserkrankungen adressieren wir einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf von Patientinnen und Patienten, und stärken zugleich die Erneuerung unseres Portfolios. Unsere gut aufgestellte Pipeline versetzt uns in die Lage, auch künftig wichtige Beiträge in großen Krankheitsfeldern zu leisten und mehr Menschen als je zuvor innovative Therapien bereitzustellen“, kommentiert Shashank Deshpande, Vorsitzender der Unternehmensleitung und verantwortlich für Humanpharma. „Mit wegweisenden Phase III Programmen, zentralen Readouts und weiteren Markteinführungen im Jahr 2026 arbeiten wir kontinuierlich daran, das Leben von Menschen, Tieren und Gemeinschaften weltweit zu verbessern.“

Forschung und Pipeline bei Boehringer Ingelheim im Ausbau

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung beliefen sich 2025 auf 6,4 Milliarden Euro und machten 22,9 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Bereich Humanpharma wurden 5,8 Milliarden Euro investiert, was 27,4 Prozent des Umsatzes dieses Segments entspricht. Die Pipeline umfasst mehr als 80 Projekte, darunter über 50 neue Wirkstoffkandidaten. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, Onkologie, Atemwegserkrankungen und Immunologie sowie psychische Gesundheit und Augengesundheit. Fortschritte in der mittleren und späten Entwicklungsphase sollen die Basis für zukünftige Markteinführungen bilden.

Tiergesundheit mit stabilem Wachstum

Auch der Bereich Tiergesundheit entwickelte sich positiv. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 6,5 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren insbesondere Antiparasitika und Therapeutika für Haustiere sowie Anwendungen in den Segmenten Geflügel und Wiederkäuer. Darüber hinaus adressiert Boehringer Ingelheim Herausforderungen wie die Ausbreitung grenzüberschreitender Tierseuchen und setzt auf entsprechende Präventions- und Behandlungsansätze.

Boehringer Ingelheim setzt auf weitere Markteinführungen

Für das Jahr 2026 plant Boehringer Ingelheim, die Entwicklung der Pipeline weiter voranzutreiben und zusätzliche Markteinführungen umzusetzen. Schwerpunkte liegen dabei insbesondere in den Bereichen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, Onkologie sowie Augengesundheit. Ziel bleibt es, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie Tieren weiter auszubauen.

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