Ausblick für 2025 bestätigt
Roche steigert Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 auf 45,9 Milliarden Franken
Freitag, 24. Oktober 2025
| Redaktion
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Roche Verwaltung
Roche Verwaltung, Bild: Roche

Roche hat den Umsatz in den ersten drei Quartalen 2025 um zwei Prozent auf 45,9 Milliarden Franken gesteigert. Grundlage des Wachstums war eine anhaltend hohe Nachfrage nach neu entwickelten Medikamenten zur Behandlung schwerer Krankheiten sowie nach innovativen diagnostischen Lösungen. Damit konnte das Unternehmen Umsatzrückgänge durch den Patentablauf älterer Arzneimittel und die Auswirkungen gesundheitspolitischer Maßnahmen in China mehr als ausgleichen.

Roche legt Fokus auf schwere Krankheiten und zukunftsweisende Forschung

Thomas Schinecker, Roche-CEO, kommentiert das Quartalsergebnis: „Wir haben unsere positive Wachstumsdynamik fortgesetzt und ein starkes Verkaufswachstum von sieben Prozent zu konstanten Wechselkursen erzielt. Diese positive Dynamik spiegelt sich auch in unserer Pipeline wider, wir haben zehn potenziell wegweisende Therapien für Krankheiten mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf in die letzte Phase der klinischen Entwicklung überführt, ein neuer Rekord für uns, und zahlreiche positive Studienergebnisse erzielt. Bis 2030 erwarten wir Phase-III-Studienergebnisse für bis zu 19 neuartige Arzneimittel. Unsere bahnbrechende Next-Generation-Sequencing-Technologie, die nächstes Jahr auf den Markt kommt, hat einen neuen Rekord aufgestellt: Sie entschlüsselt ein vollständiges menschliches Genom in weniger als vier Stunden. Aufgrund der starken Ergebnisse erhöhen wir die Gewinnprognose für das Jahr 2025.“

Das Unternehmen erzielte besondere Fortschritte bei der Entwicklung von Wirkstoffen gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, verschiedene Krebserkrankungen, Hämophilie sowie Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen. Auch in der Adipositas-Forschung konnten neue Wirkstoffkandidaten in späte Entwicklungsphasen überführt werden.

Roche verzeichnet starkes Wachstum in Nordamerika, Europa und Asien

Der Umsatz im Geschäftsbereich Pharma stieg um vier Prozent auf 35,6 Milliarden Franken. Neue Medikamente zur Behandlung schwerer Krankheiten wie Brustkrebs, allergischem Asthma, Bluterkrankheit, Augenerkrankungen und Multiple Sklerose erzielten in Summe einen Zuwachs von rund 2,4 Milliarden Franken. Zusammen kompensierten sie rückläufige Einnahmen durch Biosimilar-Konkurrenz.

Der US-Markt entwickelte sich mit einem um Währungseffekte bereinigten Umsatzplus von acht Prozent besonders dynamisch. Die Umsätze stiegen in Europa und Japan jeweils um fünf Prozent. In der Region International lag das Wachstum bei 13 Prozent, was insbesondere auf starke Zuwächse in China zurückzuführen ist. Umgerechnet in Schweizer Franken legten die Umsätze in den USA, Europa und Japan jeweils um drei Prozent zu, in der Region International um fünf Prozent.

Stabiles Diagnostika-Geschäft trotz politischer Rahmenbedingungen

Die Diagnostika-Sparte erzielte mit 10,3 Milliarden Franken ein leichtes währungsbereinigtes Umsatzplus von einem Prozent. Zuwächse in Europa, Nordamerika und Lateinamerika konnten die Auswirkungen chinesischer Preisreformen ausgleichen. Gefragt waren vor allem Lösungen in der Molekular- und Pathologiediagnostik.

Roche bestätigt Ausblick für Gesamtjahr

Roche rechnet für das Gesamtjahr 2025 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Auch die Dividende soll erneut erhöht werden.

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