Prof. Dr. Stefan Heinrich wird neuer Vorsitzender der Partec 2019

Im Fokus: Gesamtprozesse und deren Simulation

Professor Stefan Heinrich (links) neuer Vorsitzender der Partec 2019. Professor Hermann Nirschl (rechts) übergibt die Position

Der nächste Partec Kongress findet im April 2019 unter Vorsitz von Prof. Dr. Stefan Heinrich statt. Heinrich ist Leiter des Instituts für Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie der TUHH (Hamburg). Er wird die Partec 2019 gemeinsam mit dem Executive Committee konzipieren. Heinrich übernimmt den Vorsitz von Prof. Dr. Hermann Nirschl, der für die Partec 2016 verantwortlich zeichnete. Im Mittelpunkt der nächsten Kongressausgabe soll die dynamische Simulation vernetzter Feststoffprozesse stehen.

Partec ist ein weltweit bedeutendes, wissenschaftliches Treffen zur Partikel- und Schüttguttechnologie. Der Kongress bildet alle drei Jahre ein internationales Forum für die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und findet gleichzeitig zur Powtech statt, der Leitmesse für mechanische Verfahrenstechnik, Analytik und Handling von Pulver und Schüttgut. „Die universitäre Forschung wird direkt durch die anwendungsbezogenen Anforderungen der Industrie getrieben“, betont Prof. Dr. Stefan Heinrich, Vorsitzender Partec 2019. „Auf der Partec verbinden sich Wissenschaft und Industrie miteinander, und die konkrete Umsetzung der innovativen Entwicklungen findet man direkt nebenan auf der Powtech.“

Simulation der gesamten Partikelprozesse
Inhaltlich wird die Partec wieder einen 360 Grad-Blick auf die Partikeltechnologie anstreben. Diskutiert werden sollen unter anderem Prozesse der Partikelbildung, Partikelcharakterisierung, Messmethoden und Prozesse wie Agglomeration, Formulierung oder Beschichtung. Insbesondere zur Beschreibung und Simulation von dynamischen Systemen vernetzter Feststoffprozesse will die Partec 2019 neue Impulse liefern. Ein Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgesellschaft zu diesem Themenkomplex (DFG-SPP 1679) wird derzeit von Prof. Dr. Stefan Heinrich betreut. Ziel der Forschungen ist es, nicht nur einzelne Teilschritte im verfahrenstechnischen Prozess, sondern das dynamische und oft wechselseitig beeinflusste Verhalten von Feststoffen im Gesamtprozess zu beschreiben und zu simulieren.

Spannend für alle Branchen
Die Forschungsergebnisse sollen für möglichst viele Anwendungsbereiche gelten und damit verschiedensten Branchen wie Chemie- und Pharmaindustrie, der Lebensmittelproduktion oder dem Bau-Steine-Erden-Sektor zu Gute kommen. „Partikeltechnologie ist ein sehr breites Feld und für das tägliche Leben unverzichtbar“, summiert Partec-Vorsitzender Prof. Stefan Heinrich. „Diese Vielfalt wird die Partec 2019 widerspiegeln.“

Die nächste Partec findet im April 2019 statt. Der Call for Papers ergeht voraussichtlich Ende 2017. Die diesjährige Veranstaltung lockte vom 19. bis 21. April 2016 472 Kongressteilnehmer nach Nürnberg. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden auf höchstem Niveau begeisterten eine begleitende Posterausstellung sowie zahlreiche Networking-Events.

Hintergrund
Partec versteht sich als internationales Forum für die Forschung und Entwicklung in der Partikeltechnologie. Alle drei Jahre bringt der Kongress, der in englischer Sprache abgehalten wird, Wissenschaftler und Ingenieure aus der ganzen Welt zusammen. Diskutiert werden u.a. Prozesse der Partikelbildung, Agglomeration und Beschichtung, Partikelmesstechniken sowie diverse industrielle Anwendungen für Partikel. Der Internationale Kongress für Partikeltechnologie wird veranstaltet von der NürnbergMesse. Ideeller Träger ist die VDI-Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC).

Special: Schüttguttechnik

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