Ausblick für 2026 bestätigt
Novartis startet mit schwächerem Umsatz ins Jahr 2026
Mittwoch, 29. April 2026
| Redaktion
Teilen auf:
Vasant (Vas) Narasimhan, Chief Executive Officer Novartis
Chief Executive Officer Vasant (Vas) Narasimhan, Bild: Novartis

Novartis berichtet für das erste Quartal 2026 eine insgesamt rückläufige Geschäftsentwicklung. Während prioritäre Marken und Neueinführungen weiterhin starke Wachstumsimpulse lieferten, wurden diese durch Einbußen infolge der Generikakonkurrenz in den USA überkompensiert. Gleichzeitig wirkten sich höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung belastend auf die Ergebniskennzahlen aus.

Umsatzentwicklung von Novartis durch Generikadruck belastet

Der Nettoumsatz belief sich im ersten Quartal auf 13,1 Milliarden Dollar und lag damit ein Prozent unter dem Vorjahreswert. Zu konstanten Wechselkursen betrug der Rückgang fünf Prozent. Positiv wirkten Volumensteigerungen, die mit 13 Prozentpunkten zum Wachstum beitrugen. Dem standen jedoch negative Effekte durch Generika in Höhe von 14 Prozentpunkten sowie Preisanpassungen gegenüber. Zu den Wachstumstreibern zählten insbesondere prioritäre Marken wie ein Medikament zur Behandlung von Brustkrebs, eine Radioligandentherapie in der Onkologie sowie Arzneimittel für Multiple Sklerose und seltene Blutkrebserkrankungen, die weiterhin hohe Zuwachsraten verzeichneten. Das operative Ergebnis lag bei 4,2 Milliarden Dollar und ging damit wechselkursbereinigt um elf Prozent zurück. Hauptursachen waren der niedrigere Umsatz sowie gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Der Reingewinn erreichte im ersten Quartal 3,2 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 13 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das geringere operative Ergebnis zurückzuführen. 

Bewertung der Quartalsentwicklung durch die Geschäftsführung

Vas Narasimhan, Vorstandsvorsitzender von Novartis, erklärt: „Novartis hat mit ihren vorrangigen Marken und Neueinführungen einen kraftvollen Start ins Jahr 2026 erzielt, wenn auch Einbußen durch Generika in den USA die Ergebnisse im ersten Quartal wie erwartet belasteten. Wir haben unsere Pipeline weiter vorangetrieben.“ Die prioritären Marken und Neueinführungen hätten sich weiterhin stark entwickelt. Gleichzeitig habe Novartis die Innovationspipeline vorangetrieben, unter anderem mit positiven Studienergebnissen in der Immunologie sowie Fortschritten bei der Behandlung seltener Erkrankungen. Er ergänzt: „Darüber hinaus haben wir die Übernahme von Avidity abgeschlossen und Transaktionen in frühen Entwicklungsbereichen bekannt gegeben, die unsere Aktivitäten zur Behandlung von Brustkrebs und allergischen Erkrankungen unterstützen werden. Angesichts der Dynamik, die wir in allen Geschäftsbereichen beobachten, sind wir weiterhin auf dem besten Weg, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erfüllen. In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir mehrere Studienergebnisse, die unsere mittel- bis langfristigen Wachstumsaussichten steigern könnten.“

Strategie von Novartis bleibt auf Innovation ausgerichtet

Das Pharmaunternehmen verfolgt weiterhin den Fokus auf neuartige Arzneimittel und konzentriert sich auf vier therapeutische Kernbereiche: Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, Immunologie, Neurologie sowie Onkologie. Ergänzend investiert das Unternehmen in Plattformtechnologien wie Gen- und Zelltherapie, Radioligandentherapie und xRNA. Geografisch liegt der Schwerpunkt weiterhin auf den Märkten USA, China, Deutschland und Japan. Ziel ist es, das Wachstum durch neue Wirkstoffe und erfolgreiche Produkteinführungen zu beschleunigen und gleichzeitig die operative Effizienz zu verbessern.

Novartis bestätgit Prognose für 2026

Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigt Novartis seine Prognose. Erwartet wird ein Wachstum des Nettoumsatzes im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für das operative Kernergebnis rechnet das Unternehmen hingegen mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Auch interessant für Sie

In der zweiten Jahreshälfte hat Siegfried mit der Herstellung („Fill & Finish“) des Impfstoffs Comirnaty von Biontech begonnen
Novartis Forschung
Novartis CEO Vas Narasimhan
Novartis Zentrale
Novartis Zentrale
Vasant (Vas) Narasimhan, CEO Novartis
Keywords: