Erster Spatenstich gesetzt
Novartis investiert in biomedizinische Spitzenforschung in San Diego
Montag, 09. Februar 2026
| Redaktion
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Novartis hat die Bauarbeiten für ein neues globales Biomedical Research Center zur Wirkstoffforschung in San Diego begonnen
Novartis hat die Bauarbeiten für ein neues globales Biomedical Research Center zur Wirkstoffforschung in San Diego begonnen und erweitert damit seine Präsenz in den USA wie hier in Indianapolis, Bild: Novartis

Novartis hat mit dem Bau eines neuen globalen Biomedical Research Centers in kalifornischen San Diego begonnen. Die rund 43.000 Quadratmeter große Einrichtung soll Wissenschaftlern moderne Infrastruktur und Technologien zur Verfügung stellen, um die Entdeckung neuer Medikamente voranzutreiben. Die Eröffnung ist für Anfang 2029 vorgesehen. Das Zentrum wird Teil des globalen Forschungsnetzwerks von Novartis und eng mit bestehenden Standorten wie Cambridge (USA) und Basel (Schweiz) zusammenarbeiten.

Nach Angaben von Fiona Marshall, Präsidentin von Biomedical Research bei Novartis, soll das neue Forschungszentrum die wissenschaftliche Führungsposition des Unternehmens weiter stärken. So soll die Entwicklung neuartiger Therapien für Patienten weltweit beschleunigt werden. Gleichzeitig erhoffe sich das Pharmaunternehmen eine engere Anbindung an Biotech‑, Hochschul- und Technologiepartner vor Ort. Marshall zufolge sei das Zentrum so konzipiert, dass es genetische und biologische Erkenntnisse in Schlüsseltherapiebereichen wie Neurowissenschaften und Onkologie effizient in die Wirkstoffentwicklung überführen könne.

Novartis konzentriert sich auf Schlüsseltherapiebereiche und Technologieplattformen

Die neue Einrichtung in San Diego soll laut Unternehmensangaben eine integrierte End-to-End-Wirkstoffforschung ermöglichen. Diese reicht von der Grundlagenforschung bis zur präklinischen Entwicklung. Dazu gehören neben Neurowissenschaften und Onkologie auch die globale Gesundheit, altersbedingte Erkrankungen sowie regenerative Medizin. Zudem plant Novartis, dort die Kompetenzen in zukunftsweisenden Technologien wie Gen- und Zelltherapie, RNA-basierte Wirkstoffe, Biologics und Targeted Protein Degradation auszubauen. Thierry Diagana, Standortleiter Kalifornien und globaler Leiter für Global Health im Bereich Biomedical Research, erklärt, Novartis wolle auf der bestehenden Innovationsbasis in Kalifornien aufbauen und so neue medizinische Durchbrüche für Millionen von Patientinnen und Patienten weltweit ermöglichen.

Künstliche Intelligenz als Forschungstreiber bei Novartis

Eine zentrale Rolle im neuen Zentrum wird laut Novartis die künstliche Intelligenz spielen. Durch die Einbettung fortschrittlicher KI‑, Daten- und Analysekapazitäten in sämtliche Forschungsprozesse erhofft sich das Unternehmen effizientere Prozesse, schnellere Erkenntnisgewinne und eine verbesserte Übertragung von Laborergebnissen in klinisch relevante Anwendungen. Ziel sei es, die Forschungsergebnisse nicht nur lokal, sondern standortübergreifend im globalen Novartis‑Netzwerk nutzbar zu machen.

Teil einer umfassenden Investitionsstrategie in den USA

Die neue Forschungsanlage ist Bestandteil einer 23 Milliarden Dollar umfassenden Gesamtinvestition, mit der Novartis seine Präsenz in Forschung und Produktion in den USA erheblich ausbauen will. Dazu zählen unter anderem:

  • ein neues Produktionszentrum in North Carolina
  • die Eröffnung einer Radioligandentherapie-Fertigung in Carlsbad (Kalifornien)
  • der Ausbau bestehender Anlagen in Indiana und New Jersey
  • sowie geplante neue Produktionsstätten in Florida und Texas

Mit diesen Maßnahmen verfolgt der Pharmakonzern das Ziel, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Innovationspipeline schneller zu den Patienten zu bringen.

Ausblick: Novartis stärkt globale Forschungslandschaft

Mit dem neuen Biomedical Research Center in San Diego will Novartis laut eigenen Angaben ein leistungsfähiges Zentrum schaffen. Diese soll nicht nur zur Entdeckung neuer Therapien beitragen, sondern auch globale Standards für vernetzte Forschung setzt. Die Kombination aus modernster Infrastruktur, interdisziplinärer Zusammenarbeit und technologischer Exzellenz soll die Grundlage für die Medikamentenentwicklung der nächsten Generation legen.

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