Kunststoffrecycling sowie nachhaltige Verwertung von Metallen und Elektronik
Alfa Laval fördert Kreislaufwirtschaft in der Pharmaindustrie mit Rücknahmeprogramm „ThinkCircularity“
Mittwoch, 04. Februar 2026
| Redaktion
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Kreislaufwirtschaft in der hygienischen Prozessindustrie: Alfa Laval führt Rücknahmeprogramm ein
Kreislaufwirtschaft in der hygienischen Prozessindustrie: Alfa Laval führt Rücknahmeprogramm ein, Bild: Alfa Laval

Mit dem neuen Rücknahmeprogramm „ThinkCircularity“ setzt Alfa Laval ein starkes Zeichen für Ressourcenschonung und nachhaltige Produktion in der Prozessindustrie. Das Pilotprojekt, das sich zunächst auf die Rückführung von Materialien aus den „ThinkTop“-Ventilsteuereinheiten konzentriert, ist erfolgreich angelaufen. Erste Rücksendungen sind bereits erfolgt. Damit leistet Alfa Laval einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittel-, Molkerei- und Pharmaindustrie.

Kreislaufwirtschaft: Fokus auf Kunststoffrecycling in der Prozessindustrie

Ziel von „ThinkCircularity“ ist es, den Materialkreislauf zu schließen, insbesondere bei Kunststoffen. Jede „ThinkTop“-Einheit enthält rund 500 Gramm Kunststoff, der durch das Programm gesammelt, recycelt und in der Produktion neuer Geräte wiederverwendet wird. Erste Tests zeigen, dass recycelte Kunststoffe in Kombination mit Neumaterialien dieselben Leistungsanforderungen erfüllen wie konventionelle Werkstoffe. Auch weitere Komponenten wie Metalle und Elektronik werden fachgerecht zurückgeführt.

Ressourceneinsparung durch Austausch auf neue Generation

In vielen Betrieben werden derzeit ältere Ventilsteuereinheiten gegen moderne Varianten der „V50/V70“-Reihe ausgetauscht, die im CIP (Cleaning-in-Place) Prozess bis zu 90 Prozent Wasser und Energie einsparen. In Norwegen hat der Alfa Laval-Vertriebspartner Skala das Rücknahmeprogramm bereits aktiv bei Kunden eingeführt. Hunderte Altgeräte wurden zur Wiederverwertung eingesandt.

„Unsere Kunden achten auf Wasser- und Energieeffizienz und auf Nachhaltigkeit“, sagt Owe Barsten, verantwortlicher Manager bei Skala Components. „Upgrades bringen mit sich, dass ältere Einheiten verschrottet werden, aber jetzt können wir eine wirklich zirkuläre Lösung anbieten, bei der alte ,ThinkTops' in die Produktion der nächsten Generation einfließen.“

Kreislaufwirtschaft als strategisches Ziel

Alfa Laval verfolgt mit „ThinkCircularity“ eine umfassende Kreislaufstrategie. Neben der Entwicklung langlebiger und effizienter Produkte setzt das Unternehmen auf ein nachhaltiges End-of-Life-Konzept. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Produktion weiter zu reduzieren und Kreislaufwirtschaft als festen Bestandteil der industriellen Wertschöpfung zu etablieren.

„Kunststoff aus alten ,ThinkTops' zu recyceln ist nur ein kleiner Tropfen in einem riesigen Ozean von zirkulären Möglichkeiten. Dennoch ist dieses Pilotprojekt wichtig und hat uns wertvolle Erkenntnisse gebracht. Sie werden uns helfen, neue Geschäftsmodelle, Partnerschaften und Methoden zu entwickeln, um die Wiederverwendung und das Recycling zu skalieren“, erklärt Inger Bygum, Leiterin Nachhaltigkeit bei Alfa Laval. Die Rücknahmeinitiative ist aktuell in mehreren europäischen Ländern verfügbar und soll schrittweise auf weitere Regionen ausgeweitet werden.

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