
Bayer hat im zweiten Quartal 2025 einen Konzernumsatz von 10,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 3,6 Prozent. Währungs- und portfoliobereinigt konnte der Konzern jedoch ein leichtes Plus von 0,9 Prozent erzielen. Belastend wirkten Währungseffekte in Höhe von 550 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 2,1 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau, während das Betriebsergebnis aufgrund hoher Sonderaufwendungen deutlich auf 13 Millionen Euro sank.
Haupttreiber für den Rückgang waren Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Wertaufholungen in der Agrar-Division und Kosten für Restrukturierungen. Das Konzernergebnis belief sich auf minus 199 Millionen Euro, nach minus 34 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Bayer-Vorstand setzt auf strategische Prioritäten
Vorstandsvorsitzender Bill Anderson kündigte an, in der zweiten Jahreshälfte weitere Fortschritte bei allen strategischen Prioritäten zu erzielen. Neben der Einführung neuer Produkte gilt es, auf geopolitische und währungsbezogene Herausforderungen zu reagieren. Aufgrund der positiven Entwicklung im Bereich Pharmaceuticals erhöht Bayer den währungsbereinigten Ausblick für Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2025.
Ein zentrales Ziel bleibt die deutliche Reduzierung der Rechtsrisiken bis Ende 2026. Im zweiten Quartal wurden zusätzliche Rückstellungen von rund 1,2 Milliarden Euro für Glyphosat sowie 530 Millionen Euro für PCB gebildet.
Bayer-Division Pharmaceuticals mit Wachstum
Der Umsatz im Segment Pharmaceuticals stieg auf 4,5 Milliarden Euro, währungs- und portfoliobereinigt um 0,6 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich Medikamente gegen Prostatakrebs und zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen bei Typ-2-Diabetes. Auch das Radiologiegeschäft verzeichnete ein kräftiges Plus. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank allerdings um 17,2 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro, bedingt durch höhere Lizenzgebühren, steigende Vertriebs- und Forschungsausgaben sowie Investitionen in neue Therapien und Technologien.
Consumer Health auf Vorjahresniveau
Im Bereich Consumer Health erzielte Bayer 1,4 Milliarden Euro Umsatz. Währungs- und portfoliobereinigt blieb dieser nahezu unverändert. Zuwächse gab es in der Dermatologie sowie bei Allergie- und Erkältungsprodukten, während das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln und Magen-Darm-Produkten rückläufig war. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg hier um 5,4 Prozent auf 331 Millionen Euro, vor allem durch Effizienzsteigerungen.