Prognose im Geschäftsjahr 2025 erreicht und Ausblick bestätigt
Bayer erwirtschaftet 45,6 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025
Freitag, 06. März 2026
| Redaktion
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Bayer CEO Bill Anderson
Bayer-CEO Bill Anderson, Bild: Bayer

Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat seine Ziele für das Geschäftsjahr 2025 erreicht und sieht sich trotz eines anspruchsvollen Umfelds strategisch auf Kurs. Nach einer im Sommer angehobenen Prognose bestätigte der Konzern, dass Umsatz und Ergebnis innerhalb der erwarteten Spannen liegen. „Wir haben diese Prognose erreicht und liegen dabei komfortabel innerhalb der angehobenen Spannen“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Bill Anderson die Geschäftszahlen. Gleichzeitig verwies er auf Fortschritte in allen Unternehmensbereichen. Besonders in den Divisionen Crop Science und Pharmaceuticals seien wichtige Schritte im laufenden Transformationsprozess gelungen.

Umsatzentwicklung des Bayer-Konzerns 2025

Bayer steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 währungs- und portfoliobereinigt um 1,1 Prozent auf 45,575 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte belasteten die Entwicklung mit rund 1,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr konnte ein Umsatz von 46,6 Milliarden Euro erzielt werden. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag bei 9,669 Milliarden Euro und damit 4,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis (Ebit) belief sich auf minus 1,077 Milliarden Euro. Hintergrund waren vor allem hohe Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Unter dem Strich verzeichnete Bayer ein Konzernergebnis von minus 3,620 Milliarden Euro.

Pharmaceuticals treiben Wachstum bei Bayer

Im Segment Pharmaceuticals erzielte Bayer ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 1,7 Prozent auf 17,829 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich mehrere neue Medikamente. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehörten ein Krebsmedikament, eine Therapie zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen sowie Langzeitkonptiva. Auch das Radiologiegeschäft entwickelte sich positiv, unter anderem dank steigender Nachfrage. Rückgänge verzeichnete Bayer hingegen bei einem Gerinnungshemmer aufgrund auslaufender Patente sowie bei einem Augenmedikament durch Preisdruck und generischen Wettbewerb. Das Ebitda vor Sondereinflüssen im Bereich Pharmaceuticals sank um 4,2 Prozent auf 4,525 Milliarden Euro. Hauptgründe waren höhere Vertriebsinvestitionen für neue Produkte sowie steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Bayer investierte verstärkt in neue Technologien wie Zell- und Gentherapie, Chemoproteomik und frühe Forschungsprogramme. Zudem startete das Unternehmen mehrere neue Produktvermarktungen.

Consumer Health bleibt stabil trotz schwacher Märkte

Im Bereich Consumer Health lag der Umsatz mit 5,802 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Herausfordernde Marktbedingungen in den USA und China wirkten sich jedoch dämpfend aus. Positive Impulse kamen aus den Bereichen Magen-Darm-Gesundheit, Dermatologie sowie Schmerz- und Herz-Kreislauf-Produkte. Rückgänge gab es dagegen bei Nahrungsergänzungsmitteln sowie Allergie- und Erkältungsprodukten. Das Ebitda vor Sondereinflüssen im Segment Consumer Health lag bei 1,341 Milliarden Euro.

Ausblick: Bayer erwartet stabile Entwicklung im Jahr 2026

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Bayer eine stabile Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis auf währungsbereinigter Basis. Der Vorstand sieht zwar deutliche Fortschritte, betont aber zugleich, dass der Transformationsprozess noch nicht abgeschlossen ist. „DDer Ausblick sagt viel über die derzeitige strategische Position des Unternehmens aus: Es gibt starke Anzeichen für Fortschritt, wir arbeiten aber noch an unserem umfassenden Turnaround. Wir kommen überall im Unternehmen deutlich voran, wissen aber sehr genau, was in den unterschiedlichen Bereichen noch zu tun ist“, erklärt Anderson. Parallel arbeitet der Konzern weiter an seinem neuen Organisationsmodell und rechnet mit Ergebnisbeiträgen von rund zwei Milliarden Euro. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Strategie zur Eindämmung der US-Rechtsstreitigkeiten im Bereich Crop Science. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Bayer mit einem Konzernumsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro auf währungsbereinigter Basis. Das Ebitda vor Sondereinflüssen soll zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro liegen. 

Fortschritte bei Nachhaltigkeit und Klimazielen

Auch bei seinen Nachhaltigkeitszielen meldet Bayer Fortschritte. Im Jahr 2025 ermöglichte der Konzern:

  • 82 Millionen Menschen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung
  • 68 Millionen Frauen Zugang zu moderner Empfängnisverhütung
  • 53 Millionen Kleinbauern Unterstützung durch Produkte und Dienstleistungen

Bis 2030 soll die Marke von jeweils 100 Millionen Menschen erreicht werden. Im Bereich Klimaschutz bezog Bayer erstmals mehr als die Hälfte seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Mehrere Standorte, etwa in Brasilien, Frankreich und Spanien, arbeiten bereits vollständig mit erneuerbarer Energie.

Die Fortschritte spiegeln sich auch in externen Bewertungen wider. Die Ratingagentur MSCI Solutions bewertete Bayer erstmals mit „AA“. Zudem wurde eine frühere „Red Flag“ im Nachhaltigkeitsrating von Sustainalytics aufgehoben. Damit erreicht Bayer nach eigenen Angaben das bislang beste Nachhaltigkeitsratingprofil seiner Unternehmensgeschichte.

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