Pharmalogistik: Kühlmaschine TFV 150 von Mitsubishi im Praxistest bei Sünkler

Pharma-Qualifizierung gemäß GDP mit Zertifikat

Erster Praxistest bei der Spedition Sünkler: Geschäftsführer Michael Sünkler (rechts) bespricht mit seinem Fahrer die Geräteeinstellungen für die neue Mitsubishi-Anlage

Jetzt mit Pharma-Zertifikat: Mit der neuen Kühlmaschine TFV 150 GA präsentiert Mitsubishi seine umweltfreundliche Kühllösung auch für den Pharmatransport mit Reefer-Trailern. Als Anbieterin für den deutschen Markt hat die Mitsubishi Heavy Industries Thermal Transport Europe GmbH (MTTE) ihr neues Aggregat hierfür gemäß Pharma-Richtlinie zertifizieren lassen. Durchgeführt wurde die Qualifizierung nach Good Distribution Practice (GDP) vom European Institute for Pharma Logistics (Eipl). Die neue Anlage TFV 150GA wartet mit einigen technischen Highlights auf: Mittels eines vollthermischen 3D Scroll-Kompressors kommt die Maschine im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen mit einem 20 bis 30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch aus. Gut für die Umwelt ist auch der Einsatz des neuen Kältemittels R410A im Gerät: es bedeutet ein geringeres Treibhausgas-Potenzial mit einem THG-Wert von 2090 - was 48 Prozent weniger CO2-Emissionen entspricht. Zudem erfolgt die vollständige Enteisung innerhalb von drei Minuten im Tiefkühlbereich. Damit bietet die neue Mitsubishi-Anlage den kürzesten Defrost in ihrer Geräte-Klasse. „Dank des neuen GDP-Zertifikats können wir unsere nachhaltige Lösung nun auch Pharmalogistikern in ihrem stark regulierten Segment anbieten“, sagt MTTE-Vertriebsleiter Christian Meyer. Erster Anwender in Deutschland ist Sünkler Spedition + Transportlogistik aus Berlin.

Nach den ersten Tagen im Praxisbetrieb zeigt sich Geschäftsführer Michael Sünkler als Pilot-Anwender von den technischen Vorzügen der neuen TFV 150 GA überzeugt. Durch den neuen Aufbau, die zahlreichen elektrischen Komponenten und das neue Design ergeben sich Vorteile gegenüber herkömmlichen Aggregaten: „Uns gefällt, dass die Kühlmaschine sehr leise ist und vor allem die Bedienung relativ einfach funktioniert. Durch die Möglichkeit, bis zu vier Programm-Tasten mit verschiedenen Setpoints zu belegen, können wir unsere benötigten Temperatur-Einstellungen vorprogrammieren und per Kopfdruck abrufen. Das erleichtert unsere Arbeit enorm, weil wir im täglichen Betrieb bis zu drei verschiedene Temperaturzonen benötigen.“

Pharmakonform gemäß GDP

Ein weiterer Vorteil ist die optimierte Energieeffizienz der neuen TFV 150 GA. Diese basiert auf dem integrierten Inverter-System, das die Drehzahl des Verdichters immer wirkungsgradoptimiert steuert. Dabei werden der Kompressor und die Innen-/Außenlüftermotoren elektrisch angetrieben; unabhängig arbeitende Lüfter liefern konstante maximale Luftleistung in allen Betriebspunkten. Eipl-Geschäftsführer bestätigt nach erfolgter GDP-Qualifizierung die Eignung für den Pharmabetrieb: „Wir haben die Mitsubishi-Anlage auf einem Trailer gemäß Pharmastandard in der Kühlkammer getestet. Im gesamten simulierten Bereich von minus 20 Grad bis plus 40 Grad Celsius hält die TFV 150 GA die geforderten Solltemperaturen im Laderaum. Die Anlage ist damit vollumfänglich Pharmakonform gemäß GDP“.

Branchen-Bestleistungen beim Defrost und beim Pull-up

Mit maximal 14.600 Watt ist die neue Anlage besonders auf den Frischdienstbereich mit 2 bis 6 Grad Celsius Soll-Temperatur ausgelegt. Für den Tiefkühlbereich wartet die TFV 150 GA mit rund 8.000 Watt Kühlleistung auf. Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit für den vollständigen Defrost innerhalb von drei Minuten im Tiefkühlbereich. Auch den sogenannten Pull-up von minus 17 auf plus 5 Grad Celsius absolviert die Anlage in einer Bestzeit von 22 Minuten, ebenso den Pull-Up von plus 5 auf plus 20 Grad Celsius in nur 14 Minuten. „Damit setzt unsere Mitsubishi-Anlage eine neue Messlatte innerhalb der Transportkälte-Branche“, unterstreicht Meyer die außergewöhnliche Leistung des Kühlaggregates.

Bessere Heizleistung durch optimierte Wärmepumpe

Nicht nur beim Kühlen, auch beim Heizen punktet die Anlage mit einer verbesserten Geräte-Effizienz im Vergleich zur herkömmlichen Anlagenkonzepten. Die höhere Effizienz resultiert aus einem optimierten Wärmepumpen-System, das in der Spitze bis zu rund 17.100 Watt Heizleistung nach ATP bereitstellt. Das Aufheizen des Laderaums erfolgt dabei mit 50 Prozent weniger Dieselverbrauch im Vergleich zu branchenüblichen Heißgas-Systemen. Die Heizfunktion sei in der Pharmalogistik besonders wichtig, denn „das Heizen kann gerade Ambient-Bereich von 15 bis 25 Grad bis zu 70 Prozent der Betriebszeiten ausmachen“, weiß MTTE-Vertriebsleiter Christian Meyer.
 

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