Maßarbeit für Wirkstoffe
Chemcon verbessert Herstellungsprozesse mit Messtechnik von Vega
Montag, 05. Januar 2026
| Redaktion
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Keine Standardanlage bei Chemcon: Dass alle hochkomplexen Prozessschritte unterbrechungsfrei ablaufen und reibungslos ineinandergreifen, ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung und kontinuierlicher Verbesserung.
Keine Standardanlage bei Chemcon: Dass alle hochkomplexen Prozessschritte unterbrechungsfrei ablaufen und reibungslos ineinandergreifen, ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung und kontinuierlicher Verbesserung, Bild: Vega

Chemcon entwickelt und produziert hochreine pharmazeutische Wirkstoffe und Feinchemikalien unter strengen GMP‑Standards. Zur Sicherstellung lückenloser Prozessüberwachung und Effizienz setzt das Unternehmen auf Füllstand‑ und Druckmesstechnik von Vega. Diese Kombination aus spezialisierter Prozessführung und zuverlässiger Sensortechnik unterstützt Chemcon dabei, komplexe Synthesen und Aufarbeitungen präzise und sicher zu steuern.

Chemcon produziert Wirkstoffe für seltene Erkrankungen, hochreine Polymere und maßgeschneiderte Substanzen

Was 1997 auf 250 Quadratmetern begann, ist heute ein hochspezialisierter Pharmastandort im Freiburger Biotechpark mit 7.000 Quadratmeter Fläche. Aktuell laufen hier rund 40 Kundenprojekte gleichzeitig, darunter Wirkstoffe für seltene Erkrankungen, hochreine Polymere und andere maßgeschneiderte Substanzen. Ein Beispiel ist eine 90 Quadratmeter große Produktionslinie: In einem mehrstufigen Synthese‑, Extraktions‑ und Kristallisationsprozess entstehen hier pro Woche etwa 45 Kilogramm eines hochreinen Hilfsstoffes in einem eigenentwickelten Prozedere. Der fertige Batch erfüllt GMP-Standards und wird nach der Isolierung und Kristallisation zur Weiterverarbeitung an den Kunden in Deutschland ausgeliefert

Eigenentwickelter Herstellprozess von Chemcon

In dem eng verzahnten Herstellprozess gibt es vier Schritte. Zunächst werden die vier Ausgangschemikalien in einem eigens konstruierten Reaktor kontrolliert reagiert. „Die Syntheseroute stand fest, aber die Optimierung sowie technische Umsetzung, vom Scale-up über die Wahl der Behälter bis zu jedem Ventil, haben wir selbst entwickelt“, betont Karl Kaiser, Manager Verfahrenstechnik bei Chemcon. 

Prozessvisualisierung und Sicherheit in Echtzeit

Bereits in der ersten Aufreinigung spielen Vega-Sensoren eine Schlüsselrolle: Zwei Druckmessumformer „VEGABAR 38“ überwachen alternierende Beutelfilter. Die integrierte 360 Grad-LED zeigt den Betriebsdruck farbig an, eine direkte Rückmeldung für das Bedienpersonal. In der sensiblen Extraktion kommen „VEGASWING 61“ Grenzstandsensoren und „VEGAPULS 6X“ Radarsensoren zum Einsatz. Letztere regeln den Füllstand eines Glasbehälters durch exakte Messung trotz gekrümmtem Glas. Dies ist essenziell für einen stabilen Temperatur‑ und Druckverlauf.

Robustheit trifft bei Chemcon auf Präzision

Auch bei schwierigen Einbausituationen überzeugt Vega-Technologie: Die „VEGAPULS 6X“ Sensoren liefern auch bei CIP‑Düsen, Rührwerken oder engen Platzverhältnissen zuverlässige Werte. Hygienisch einwandfreie Tri-Clamp-Anbindungen garantieren dabei GMP-Konformität. In explosionsgefährdeten Bereichen, etwa beim Umgang mit Lösemittelrückständen, sorgen kompakte Sensoren der „VEGA BASIC“-Linie für Sicherheit. Die einfache Verkabelung ohne zusätzliche Barrieren spart Zeit und Kosten.

Ergebnis: Maßarbeit mit System

Ob kontrollierte Reaktion, schonende Destillation oder kontinuierliche Adsorption: Chemcon verlässt sich bei jedem Schritt auf präzise Messtechnik. Die Partnerschaft mit Vega bringt Prozesse auf höchstes Niveau, individuell, effizient und GMP-konform. „Wir entwickeln unsere Prozesse und Anlagen größtenteils selbst“, erklärt Karl Kaiser abschließend. „Die Technologie von Vega gibt uns dabei die Sicherheit, auch komplexe Projekte zuverlässig umzusetzen.“

Autorin
Claudia Homburg, Vega

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