Cognizant und Novartis erweitern ihre seit mehr als 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit um ein Projekt mit Agentic AI zur Neuausrichtung des weltweiten IT-Betriebs. Die Vereinbarung ist auf fünf Jahre ausgelegt und sieht vor, verschiedene Technologie- und Servicebereiche stärker miteinander zu verbinden. Dazu gehören Anwendungen und Infrastruktur ebenso wie IT-Sicherheit, digitale Arbeitsplätze und Plattformdienste. Ziel ist es, die bislang fragmentierte Bereitstellung von IT-Services durch ein übergreifendes Betriebsmodell auf Basis von künstlicher Intelligenz und Automatisierung zu ersetzen.
Agentic AI übernimmt Aufgaben im IT-Betrieb
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind agentische KI-Funktionen. Im Unterschied zu klassischen Assistenzsystemen sollen solche Systeme nicht ausschließlich auf einzelne Eingaben reagieren, sondern innerhalb definierter Rahmenbedingungen Aufgaben selbstständig bearbeiten und Prozessschritte koordinieren können. Bei Novartis soll Agentic AI unter anderem vorausschauende und proaktive IT-Abläufe sowie einen stärker automatisierten Self-Service unterstützen. Damit soll sich der manuelle Aufwand bei wiederkehrenden Aufgaben reduzieren und die Reaktion auf Ereignisse innerhalb der IT-Umgebung beschleunigen.
Software-Engineering und Überwachung durch Agentic AI unterstützt
Auch in der Softwareentwicklung soll künstliche Intelligenz stärker eingesetzt werden. Cognizant bringt dafür seinen sogenannten „AI Builder“-Ansatz sowie die Plattform „Cognizant Neuro AI“ ein. Vorgesehen sind KI-gestützte Funktionen für das Software-Engineering und eine durchgängige Überwachung der verschiedenen Technologieebenen. Die sogenannte Full-Stack-Observability soll Informationen aus Anwendungen, Infrastruktur und weiteren IT-Komponenten zusammenführen. Auf dieser Datengrundlage können Auffälligkeiten früher erkannt und technische Zusammenhänge über mehrere Systemebenen hinweg analysiert werden.
Einheitliches Betriebsmodell soll IT-Komplexität reduzieren
Durch die Zusammenführung bislang getrennter Services will Novartis die Komplexität seines weltweiten IT-Betriebs reduzieren. Gleichzeitig sollen Anwendungen, Infrastruktur und Plattformdienste stärker aufeinander abgestimmt werden. Die Vereinheitlichung schafft zudem eine technische Grundlage, um weitere KI-Anwendungen in der Unternehmens-IT einzuführen und über verschiedene Bereiche hinweg zu skalieren. Manoj Mehta, Präsident EMEA bei Cognizant, verweist in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Digitalisierung der Pharmaindustrie. Diese erfordere zuverlässige IT-Prozesse, die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sowie fortschrittliche Analysen und eine skalierbare Integration künstlicher Intelligenz. Mit dem Ausbau der Zusammenarbeit wolle Cognizant Novartis bei dieser Entwicklung unterstützen.
Agentic AI wird Bestandteil der globalen IT-Transformation
Das Projekt zeigt, wie Agentic AI zunehmend auch für den operativen Betrieb komplexer Unternehmens-IT eingesetzt werden soll. Bei Novartis beschränkt sich der Ansatz nicht auf eine einzelne Anwendung, sondern umfasst verschiedene Ebenen der globalen Technologieumgebung. Die Verbindung von Automatisierung, agentischen Funktionen, Software-Engineering und übergreifender Systemüberwachung soll dazu beitragen, IT-Prozesse stärker zu integrieren und technische Abläufe teilweise zu automatisieren.