Pyrogene Kieselsäure für Pharma-Anwendungen mit hoher Dichte

Wacker stellte auf der diesjährigen CPhI die pyrogene Kieselsäure HDK N20P Pharma vor

Auf der CPhI Worldwide 2019 stellte der Münchner Chemiekonzern Wacker erstmals die pyrogene Kieselsäuretype HDK N20P Pharma vor. Das Produkt ist als Hilfsstoff für pharmazeutische Anwendungen konzipiert. Bereits in niedrigen Einsatzmengen verbessert es das Fließverhalten von Pulvermischungen, absorbiert Feuchtigkeit aus hygroskopischen Feststoffen und wirkt als Zerfallsbeschleuniger von Tabletten. Besonderheit der neuen Type ist ihre hohe Stampfdichte. Für Pharmahersteller ergeben sich daraus Vorteile hinsichtlich der Logistik und der Handhabung.

Mit HDK N20P Pharma baut Wacker sein Sortiment der für pharmazeutische oder für Lebensmittel-Anwendungen maßgeschneiderten pyrogenen Kieselsäuren aus. Das neue Produkt ist eine verdichtete Version der Type HDK N20 Pharma, die sich bereits seit Jahren als Hilfsstoff in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt wird. Beide Typen sind hydrophile pyrogene Kieselsäuren und besitzen somit eine von Wasser benetzbare Oberfläche. Abgesehen von der Stampfdichte haben sie die gleichen physikalisch-chemischen Eigenschaften. Beide Produkte sind mit einem Siliciumdioxidgehalt von mindestens 99,8 Prozent hochrein und erfüllen die Vorgaben des europäischen und des US-amerikanischen Arzneibuchs. Pyrogene Kieselsäuren sind weiße voluminöse Pulver. Bei der Herstellung der neuen HDK-Type schließt sich an den Flammenprozess, in welchem die Kieselsäure entsteht, noch ein Verdichtungsschritt an. Mit zirka 100 Gramm pro Liter erreicht HDK N20P Pharma eine etwas mehr als doppelt so hohe Stampfdichte wie ihr unverdichtetes Pendant.

Der hohe Verdichtungsgrad wirkt sich positiv auf die Logistik und auf die Handhabung des Produkts aus. So können die Medien, die für den Transport von HDK N20P Pharma verwendet werden, jetzt mit der doppelten Produktmenge befüllt werden. Das halbiert die Anzahl der zu transportierenden Säcke und damit das Verpackungsvolumen. Durch die Einsparung von Verpackungsmaterial werden auch Umweltbelastungen reduziert. Beim Entleeren der Säcke und bei der Verarbeitung der verdichteten pyrogenen Kieselsäure fällt außerdem deutlich weniger Staub an. Dementsprechend verringert sich der Reinigungsaufwand. Hinzu kommt, dass sich das Produkt wegen seiner Kompaktheit leichter dosieren lässt. HDK N20P Pharma wird als Prozesshilfsmittel bei der Herstellung von pharmazeutischen Pulvern, Granulaten und Tabletten eingesetzt. Die pyrogene Kieselsäure verbessert das Fließverhalten von Pulvern und kann Feuchtigkeit binden. Durch diese Effekte lassen sich pharmazeutische Pulver besser verarbeiten. Darüber hinaus beschleunigt HDK N20P Pharma den Tablettenzerfall beim Auflösen. Um diese Effekte zu erreichen, genügen typischerweise Einsatzmengen unter ein Prozent.
 

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