Die Anforderungen an pharmazeutische Verpackungen steigen sowohl in regulatorischer als auch in ökologischer Hinsicht. Vor diesem Hintergrund verfolgt Südpack Medica einen klaren Kurs: Mit recyclingfähigen Materialien und partikelarmen Beutellösungen will das Unternehmen die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Pharmaindustrie mitgestalten. Auf der diesjährigen CPHI in Frankfurt stehen dabei zwei Schwerpunkte im Fokus.
Blisterkonzept mit reduzierter Klimawirkung
Im Zentrum des Messeauftritts steht die Weiterentwicklung des PP-basierten Monomaterials Pharmaguard. Diese Blisterlösung für orale Feststoffdosen erfüllt nicht nur aktuelle Standards in puncto Barriereschutz und Funktionalität, sondern reduziert auch signifikant die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verbundmaterialien aus Aluminium und PET.
Eine verifizierte Ökobilanz nach ISO 14040/44 bescheinigt der Hochleistungsfolie bestehend aus 300 Mikrometer Bottom- und 90 Mikrometer Top-Film eine Klimawirkung von lediglich 1,28 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter. Basis ist die Nutzung von Ökostrom entlang aller Wertschöpfungsstufen. Die verarbeitungsfreundliche Monofolie ist frei von Phthalaten, Vinyl, PFAS und Halogenen und lässt sich auf bestehenden Verpackungslinien effizient einsetzen. Neu vorgestellt wird eine weiße Blisterfolie, die, wie die transparente Variante, in enger Kooperation mit Maschinenherstellern und pharmazeutischen Anwendern entwickelt wurde. Sie ermöglicht eine bessere Lesbarkeit bedruckter Inhalte sowie zusätzlichen Sichtschutz.
Partikelarme Beutel für anspruchsvolle Anwendungen
Ein weiteres Highlight des Messeauftritts ist das Beutelportfolio für partikelkritische Anwendungen. Die Standardlösungen eignen sich etwa für die Verpackung von Stoppern, Filtern oder Konnektoren und können als Transferverpackung zwischen Reinräumen verwendet werden. Auch kundenspezifische Formate und Materialkombinationen sind mit oder ohne Bedruckung verfügbar.
Mit der Erweiterung des Standorts im französischen Coulmer und der Verdoppelung der ISO7-Reinraumfläche schafft Südpack Medica zusätzliche Kapazitäten, um der steigenden Nachfrage nach solchen Spezialverpackungen gerecht zu werden. Erste Anlagen sind bereits installiert, die vollständige Inbetriebnahme ist für 2026 geplant.
Nachhaltige Pharmaverpackungen mit System
Wie sich Nachhaltigkeitskriterien faktenbasiert in der Produktentwicklung berücksichtigen lassen, zeigt Südpack Medica im Rahmen des Vortrags „Healthcare - Sustainable Plastic Solutions for the Pharmaceutical Industry“ am 28. Oktober. Business Development Direktor Jürgen Bodenmüller stellt dabei unter anderem den LCA-Service Ecotrace vor, der Unternehmen bei der ökologisch optimierten Produktauswahl unterstützt. Sie finden Südpack Medica vom 28. bis 30. Oktober 2025 auf der CPHI in Frankfurt in Halle 8.0 am Stand F34.