Etikettenlösung für sicheres Aufhängen von Infusionen

Etikettenlösung für Infusionen

Die August Faller KG hat eine Etikettenlösung für das Aufhängen von Infusionen entwickelt, mit der eine lotrechte Anbringung bei schneller und einfacher Handhabung möglich wird. Beim Anbringen von Infusionen in Intensivstationen müssen vielfältigen Herausforderungen gemeistert werden. Bei herkömmlichen Halterungen aus Metall muss die Infusion erst aufwändig in ein Haltegestell eingebracht werden, ein Zeitverlust, der im schlimmsten Fall ein Leben kosten kann. Als Alternative gab es bisher nur Etikettenhalterungen, die nicht vollständig gerade hingen und deshalb keine vollständige und gleichmäßige Entleerung der Infusion gewährleisten konnten.

In zwei Arbeitsschritten entwickelte der Faller als Hersteller von Verpackungslösungen für die Pharmabranche die bestehenden Etikettenhalterungen weiter. Im November letzten Jahres wurde die neueste Entwicklung mit dem Namen Hanger Info Label mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.

Keine Bläschenbildung durch lotrechte Aufhängung von Infusionen sichergestellt
Im ersten Schritt – dem sogenannten Hanger Label Twist – wurde eine Hängung erarbeitet, die auch bei der Etikettenhalterung eine lotrechte Position sicherstellt. Das Etikett, das aus einer reißfesten Folie besteht und rundum auf dem Gebinde verklebt ist, wird dazu in der Mitte hochgezogen. Dabei entsteht mittig ein Haken zum Aufhängen, der seitlich durch einen speziellen Leim fest am Flaschenkörper sitzt. Während des Hochreißens des mittleren Teils kann das Etikett verdreht werden und bildet am Flaschenkörper eine Art Gelenk, das die lotrechte Hängung sicherstellt. Das Hanger Label Twist bietet dadurch neben der besonders einfachen und schnellen Handhabung des Notfall-Medikaments eine hohe Sicherheit für den Patienten: Die Infusionsflasche wird gleichmäßig und vollständig entleert, so dass sich keine Luftblasen bilden können. Die reißfeste Folie, aus der die Hängevorrichtung besteht, entspricht der DIN-Norm 58376, die beschreibt, welches Gewicht die Etiketten aushalten müssen. Anders als beim Metallgestell ist keine Desinfektion notwendig. Die Lösung bietet somit auch eine Kostenreduzierung gegenüber der Einbringung in Haltegestelle.

Schlaue Etikettenlösung mit Dokumentationsanteil
In einem weiteren Entwicklungsschritt begegnete Faller der Herausforderung, dass umfangreiche Informationen auf dem Gebinde untergebracht werden müssen. Dabei handelt es sich einerseits um Arbeitsanweisungen für das Krankenhauspersonal, andererseits um Sicherheitselemente. Da die Pharmazeuten die Infusionen in mehreren Ländern anbieten, müssen die Informationen in der Regel in bis zu vier verschiedenen Sprachen auf dem Haftetikett Platz finden. Faller entwickelte dazu ein Etikett aus zwei übereinander liegenden Materialien, das seitlich auf der Infusionsflasche aufgebracht wird und wie ein kleines Buch aufgeblättert werden kann, das Hanger Info Label. Nach dem Lesen kann das Etikett durch einen speziellen Klebstoff zwischen den beiden Seiten einfach wiederverschlossen werden. Zusätzlich hat das Etikett Dokumentationsanteile: Der hintere Teil des rings um die Flasche verlaufenden Etiketts kann abgezogen und in die Patientenakte eingeklebt werden. Darauf sind beispielsweise Name und Datum der Infusion vermerkt. Im Vergleich zum bisherigen Verfahren, bei dem die Pflegekräfte diese Information per Hand in die Akte eintragen mussten, ist die neue Lösung sicherer für den Patienten, denn eine Verwechslung der Infusion ist ausgeschlossen. Zudem spart das Pflegepersonal Zeit.

Für Faller hat sich durch die Erfindung ein neuer Markt erschlossen. „Wir sind stolz, uns mit einer weiteren lösungsorientierten Konstruktion im ständig wechselnden Marktumfeld behaupten zu können“, erklärt Frank Ehling, Berater Innovation und Entwicklung Etiketten bei Faller. „Die August Faller KG hat damit erneut bewiesen, dass sie neuen Anforderungen offen gegenüber steht und der ideale Partner ist, wenn es um individuelle Kundenlösungen geht.“

Weiterentwicklung für variable Daten
Mögliche Weiterentwicklungen des Hanger Labels Twists und des Hanger Info Labels wären die Anbringung einer mehrseitigen Informationsbroschüre auf dem Etikett oder das Aufbringen zusätzlicher Sicherheitselemente. Auch variable Daten wie Nummern für die Infusionen oder variable Mikro-Texte könnten auf dem Infusionsetikett aufgenommen werden und somit die Patientensicherheit weiter erhöhen. In den USA gibt es bereits die Anforderung, dass voraussichtlich bis 2020 jedes Medikament mit einer Nummer ausgezeichnet werden muss. Eine Übertragung dieser Vorschrift auf Infusionen ist nicht ausgeschlossen und würde eine zusätzliche Weiterentwicklung der Hanger Labels erforderlich machen.

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