Erweiterung des kardiovaskulären Portfolios
Novartis übernimmt Tourmaline Bio für 1,4 Milliarden Dollar
Mittwoch, 10. September 2025
| Redaktion
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Novartis Campus Basel
Novartis Campus Basel, Bild: Novartis

In einem strategischen Schritt zur Stärkung des kardiovaskulären Portfolios hat Novartis angekündigt, Tourmaline Bio zu übernehmen. Durch diesen Zukauf erhält das Unternehmen Zugang zu einem neuartigen Wirkstoffkandidaten, der das Potenzial hat, systemische Entzündungsprozesse bei Atherosklerose zu adressieren. Dies könnte eine bislang ungenutzte therapeutische Lücke schließen und stellt eine gezielte Erweiterung der Novartis‑Strategie im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.

Erweiterung der Herz-Kreislauf-Pipeline

Shreeram Aradhye, Präsident für Entwicklung und Chief Medical Officer bei Novartis, erklärt, dass der Wirkstoffkandidat eine potenzielle neue Therapieoption darstelle. Denn derzeit seien keine weit verbreiteten entzündungshemmenden Behandlungsansätze zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos verfügbar. Inflammation sei ein wesentlicher Treiber für kardiovaskuläre Erkrankungen, und Tourmaline habe einen vielversprechenden Ansatz entwickelt, der durch seinen gezielten Wirkmechanismus auf IL‑6 neue Möglichkeiten eröffne. Er sehe in der Integration des Wirkstoffkandidaten daher einen bedeutenden Fortschritt innerhalb der Pipeline von Novartis.

Novartis plant Abschluss der Übernahme für Q4

Novartis bietet 48 Dollar je Tourmaline‑Aktie, was das Unternehmen auf rund 1,4 Milliarden Dollar bewertet. Das Vorhaben wurde bereits von beiden Verwaltungsräten einstimmig genehmigt. Das Pharmaunternehmen plant über eine Tochtergesellschaft ein öffentliches Übernahmeangebot, gefolgt von der Verschmelzung mit Tourmaline. Als Ziel wird der Abschluss im vierten Quartal 2025 genannt, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und der Annahme durch Aktionäre. Bis dahin bleiben beide Unternehmen unabhängig.

Bedeutung im Kontext der Novartis‑Strategie

Die Übernahme entspricht dem fortgesetzten Kurs von Novartis, gezielt in Biotech‑Firmen im Milliarden-Dollar‑Segment zu investieren. Frühere Übernahmen umfassen Unternehmen wie Regulus Therapeutics und Morphosys. Der neue Wirksstoffkandidat stellt sowohl in puncto Wirkmechanismus als auch Verabreichung (vierteljährlich möglich) einen ergänzenden Baustein im kardiovaskulären Portfolio dar.

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