Die Transformation hin zu einer nachhaltigen Pharmalogistik gewinnt weiter an Dynamik. Unitax treibt diesen Wandel mit Investitionen in Elektromobilität und Ladeinfrastruktur voran. Mit der Inbetriebnahme eines Elektro-Lkw und dem Ausbau eigener Ladelösungen verfolgt das Unternehmen das Ziel, Emissionen zu reduzieren und Transportprozesse langfristig effizienter zu gestalten. Ende 2025 wurde am Standort Schönefeld ein „Mercedes eActros“ in Betrieb genommen. Parallel dazu entstand eine eigene Ladeinfrastruktur, die durch Fördermittel unterstützt wurde.
Frühzeitige E-Mobilitätsstrategie ermöglicht nachhaltige Pharmalogistik
Die Ausrichtung auf nachhaltige Pharmalogistik ist bei Unitax kein kurzfristiger Trend. Bereits 2017 setzte das Unternehmen erstmals auf elektrische Zustellfahrzeuge im regionalen Einsatz. Auch in Forschungsprojekten sammelte der Pharmalogistiker praktische Erfahrungen. Im Rahmen des „eHaul“-Projekts wurde ein Elektro-Lkw im Fernverkehr getestet. „Die Erfahrungen mit der Elektro-Sattelzugmaschine der Designwerk Technologies im „eHaul“-Projekt haben uns in dem Entschluss bestärkt, weiter auf E-Mobilität zu setzen“, erklärt Bernd Schmider, Geschäftsführer und verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie.
Nachhaltige Pharmalogistik im operativen Einsatz
Der neue „Mercedes eActros“ wird sowohl im regionalen Verteilerverkehr als auch auf definierten Fernstrecken eingesetzt. Tagsüber erfolgt der Einsatz in der Hauptstadtregion, nachts werden Verbindungen zwischen Schönefeld und Dresden bedient. Weitere Routen wie Schönefeld–Malsfeld–Osnabrück und zurück sowie Schönefeld–Malsfeld–Schönefeld sind in Planung. Derzeit umfasst die Unitax-Lkw-Flotte zwölf Sattelzugmaschinen. Mittelfristig sollen fünf davon elektrifiziert werden, um den Anteil emissionsarmer Transporte schrittweise zu erhöhen. Die Flottenstrategie bleibt dabei flexibel: Neben der Anschaffung eigener Fahrzeuge werden auch Mietmodelle genutzt, um technologische Entwicklungen berücksichtigen zu können.
Ladeinfrastruktur als Grundlage nachhaltiger Pharmalogistik
Ein zentraler Baustein für die Umsetzung einer nachhaltigen Pharmalogistik ist die Energieversorgung. Am Standort Schönefeld wurde eine DC-Schnellladesäule mit 300 Kilowatt Leistung installiert, die speziell auf den Betrieb von Elektro-Lkw ausgelegt ist. Ergänzend stehen mehrere AC-Ladepunkte für Pkw zur Verfügung. Diese werden sowohl für Dienstfahrzeuge als auch für private Fahrzeuge der Mitarbeitenden genutzt. „Unsere Nachhaltigkeitsstrategie zielt darauf ab, dass wir zu 100 Prozent Ökostrom nutzen wollen. Das gilt natürlich auch für unsere Elektrofahrzeuge“, so Schmider. „Zusätzlich sind wir dabei, die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern voranzutreiben, um selbst Strom zu erzeugen.“
Wirtschaftlichkeit und Emissionsreduktion im Fokus
Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen spielen auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Elektro-Lkw bieten Potenzial bei Betriebskosten, insbesondere durch geringeren Energieverbrauch und reduzierten Wartungsaufwand. Berechnungen zeigen, dass sich der Energieeinsatz im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen verändern kann. Damit ergibt sich langfristig ein wirtschaftlicher Vorteil, sofern die Rahmenbedingungen stabil bleiben.
Mit Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur setzt Unitax konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Pharmalogistik um. Die Kombination aus praktischer Erfahrung, schrittweiser Flottenumstellung und eigener Energieversorgung zeigt, wie sich ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verbinden lassen.