Merck hat in Zusammenarbeit mit Lenovo und Equinix einen leistungsstarken High-Performance-Computer (HPC) am Standort München in Betrieb genommen. Die Anlage soll Neuentwickungen in den Unternehmensbereichen Life Science, Healthcare und Electronics beschleunigen,. Zugleich sollen neue Standards für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im High-Performance-Computing gesetzt werden.
Merck benötigt mehr Rechenleistung für wissenschaftliche Entwicklung
Mit dem neuen HPC-System verfolgt Merck das Ziel, digitale Kompetenzen stärker in Forschung und Produktion zu verankern. Die Plattform unterstützt datenintensive Aufgaben, insbesondere in der Arzneimittelentwicklung, Materialforschung und biowissenschaftlichen Prozessoptimierung. Durch die gesteigerte Rechenleistung können Experimente effizienter durchgeführt und Entwicklungen beschleunigt werden.
Der gemeinsam mit Lenovo entwickelte Supercomputer basiert auf Thinksystem-Servern und nutzt die Neptune-Flüssigkeitskühlungstechnologie. Diese ermöglicht eine energieeffiziente und leistungsstarke Kühlarchitektur. Betrieben wird das System in einem KI-bereiten Rechenzentrum von Equinix in München, das auf Hybrid-Cloud-Infrastrukturen ausgelegt ist.
Anwendungen in drei Merck-Geschäftsbereichen
Der HPC wird bei Merck in allen drei Geschäftsbereichen eingesetzt. Im Bereich Life Science soll er die Produktentwicklung beschleunigen. In der Healthcare-Sparte steht die Unterstützung von Arzneimittelforschung im Fokus. Der Unternehmensbereich Electronics nutzt das System für die Entwicklung neuer Materialien für die Halbleiterindustrie. Laut Merck lassen sich durch den Einsatz des HPC Experimente schneller durchführen, Kosten senken und innovative Lösungen schneller bereitstellen.
Skalierbare Infrastruktur mit Nachhaltigkeitsfokus
Das Rechenzentrum von Equinix unterstützt die Kombination aus privater und öffentlicher Cloud-Infrastruktur. Diese Architektur ermöglicht eine flexible Skalierung der Rechenleistung und unterstützt gleichzeitig den Nachhaltigkeitsanspruch des Unternehmens. Der HPC ist ausgelegt für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen.
High-Performance-Computer senkt Zeit und Kosten in der Forschung von Merck
Laura Matz, Chief Science and Technology Officer bei Merck, erklärt: „Für uns bei Merck sind Daten und Technologie gleichbedeutend mit Vorteilen für Patienten und Kunden. Mit diesem High-Performance-Computer verbessern wir unsere Forschung, da er uns Zeit und Kosten senken hilft. Dies ermöglicht unseren Wissenschaftlern in unseren drei Unternehmensbereichen, mehr Experimente durchzuführen, die Entwicklung zu beschleunigen und innovative Behandlungen für Patienten sowie fortschrittliche Technologien für Kunden schneller und effektiver bereitzustellen.“
Nachhaltige Technologie und Transformationscharakter digitaler Infrastruktur
Andreas Thomasch, Chief Technology Officer von Lenovo für Deutschland und Österreich, hob die Bedeutung effizienter Kühlung für nachhaltige Technologie hervor: „Durch das gemeinsame Entwerfen und Konfigurieren dieser Lösung konnten wir zeigen, dass Organisationen außergewöhnliche Leistungen erzielen können, ohne Kompromisse bei der Nachhaltigkeit einzugehen. Mit der Lenovo Neptune Flüssigkeitskühlung werden selbst die anspruchsvollsten Arbeitslasten effizient betrieben, während Merck gleichzeitig Fortschritte in Wissenschaft und Industrie vorantreibt.“ Harmeen Mehta, Chief Digital and Innovation Officer bei Equinix, betont abschließend den Transformationscharakter digitaler Infrastruktur für die Wissenschaft: „Gemeinsam mit Merck und Lenovo beweisen wir, dass, wenn Technologie verantwortungsvoll skaliert, Innovation nicht nur beschleunigt wird. Sie transformiert Branchen und definiert das Mögliche neu."