Merck: Wachstumsstrategie greift in Life Science, Healthcare und Electronics
Merck stärkt seine Position in zukunftsträchtigen Technologiemärkten durch gezielte Investitionen und strategische Portfolioanpassungen. Der Wissenschafts- und Technologiekonzern fokussiert sich auf Bereiche mit hohem Margenpotenzial wie Process Solutions, seltene Erkrankungen und Halbleiterlösungen. Bis zu 80 Prozent des künftigen Wachstums sollen aus diesen Geschäftsfeldern stammen. Für das Jahr 2025 bestätigt Merck seine Prognose und strebt mittelfristig ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an.
Merck setzt auf organisches und anorganisches Wachstum
„Wir setzen klar auf Wachstum und sind durch das Zusammenspiel von organischen Investitionen und gezielten Übernahmen von Unternehmen mit wegweisenden Lösungen bestens in attraktiven Märkten positioniert. Mit unserer leistungsstarken Organisation und unserer Umsetzungsstärke werden unsere starken Wachstumstreiber und Cashflow-generierenden Geschäfte auf Jahre hinweg nachhaltig Wert schaffen“, erklärt Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck, im Rahmen des Kapitalmarkttages 2025 .
Life Science: Strukturreform für kundenspezifisches Wachstum
Die Geschäftseinheit Life Science wird ab Januar 2026 in drei operativen Segmenten geführt. Ziel ist es, das Angebot stärker an den jeweiligen Kundenbedürfnissen auszurichten:
- Process Solutions unterstützt pharmazeutische und biopharmazeutische Hersteller mit Prozesslösungen.
- Advanced Solutions liefert Spezialprodukte und individuelle Dienstleistungen.
- Discovery Solutions bietet eine digitale Plattform für Katalogprodukte in Biologie und Chemie.
Durch Investitionen und Akquisitionen – zuletzt dem Erwerb des Chromatographie-Geschäfts von JSR Life Sciences – soll das Wachstum weiter beschleunigt werden. Life Science strebt ein mittelfristiges organisches Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an.
Merck-Healthcare stärkt Portfolio für seltene Erkrankungen
Mit der Übernahme von Springworks Therapeutics hat Merck sein Healthcare-Geschäft um mehrere neu zugelassene Wirkstoffe erweitert. Das neue Portfolio für seltene Erkrankungen wird ergänzt durch Wirkstoffe für Patienten mit TGCT. Ziel ist es, die Position im Bereich personalisierte Medizin auszubauen. Das Unternehmen erwartet für den Bereich Healthcare mittelfristig ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Merck investiert konsequent in Wachstumsregionen
Seit 2021 hat Merck über 11,5 Milliarden Euro in langfristige Vermögenswerte und Übernahmen investiert. Davon entfielen mehr als 4,5 Milliarden Euro auf strategische Akquisitionen. Die übrigen Mittel flossen in den Ausbau regionaler Standorte, unter anderem in den USA, Korea, Irland, Taiwan, der Schweiz sowie über 1,5 Milliarden Euro in die Konzernzentrale in Darmstadt. Die Umsätze sind regional breit gestreut.
Finanzstrategie: Wachstum und Disziplin im Fokus
Helene von Roeder, Chief Financial Officer von Merck, betont: „Der richtige Kapitaleinsatz ist das Kernstück unserer Strategie. Wir bauen unsere führende Position bei wachstumsstarken Technologien weiter aus und sind dabei finanziell hochdiszipliniert. Bei der Vielzahl an Investitionsmöglichkeiten konzentrieren wir uns darauf, die richtige Balance zwischen Wachstum und Cash-Generierung zu erreichen.“
Ausblick: Merck mit stabiler Prognose für 2025
Merck sieht sich strategisch gut aufgestellt und bestätigt die Jahresprognose für 2025. Die Kombination aus wachstumsstarken Geschäftseinheiten, globaler Präsenz und fokussierter Finanzstrategie bildet die Grundlage für nachhaltige Wertschöpfung in einem dynamischen Marktumfeld.