Dermapharm hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von 591 Millionen Euro erzielt. Gegenüber den 574,5 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums entspricht dies einem Anstieg um 2,9 Prozent. Das bereinigte Ebitda entwickelte sich stärker und erhöhte sich um 10,3 Prozent auf 163,2 Millionen Euro. Zur Umsatzentwicklung trugen insbesondere die erstmals einbezogenen Beiträge der Mucos-Gruppe und von F. Trenka sowie das organische Wachstum im nationalen und internationalen Markenarzneimittelgeschäft bei. Rückläufige Erlöse im Parallelimportgeschäft und die leichte Umsatzschwäche bei anderen Gesundheitsprodukten wurden dadurch ausgeglichen.
„Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 unterstreicht die hohe Ertragskraft und Resilienz unseres Unternehmens. Das zweistellige Wachstum des bereinigten Ebitdas basiert auf der starken Entwicklung unseres Markenarzneimittelgeschäfts, den erfolgreichen Beiträgen unserer jüngsten Akquisitionen sowie der zunehmenden Wirksamkeit operativer Optimierungsmaßnahmen. Besonders erfreulich ist die deutliche Ergebnisverbesserung in den Segmenten ‚Andere Gesundheitsprodukte‘ und ‚Parallelimportgeschäft‘. Mit Blick auf das zweite Halbjahr sehen wir uns gut positioniert, unsere Wachstumsstrategie konsequent fortzusetzen und bestätigen daher unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2026“, erklärt Hans-Georg Feldmeier, Vorstandsvorsitzender von Dermapharm.
Dermapharm wächst mit Markenarzneimitteln
Das Segment „Markenarzneimittel“ verzeichnete im ersten Halbjahr den stärksten Umsatzanstieg. Die Erlöse erhöhten sich um 11,6 Prozent von 288,5 auf 321,9 Millionen Euro. Neben der erstmaligen Konsolidierung der Mucos-Gruppe und von F. Trenka trugen das deutsche Kerngeschäft und die internationale Geschäftsentwicklung zum Wachstum bei. Das bereinigte Ebitda des Segments stieg um acht Prozent auf 137 Millionen Euro. Die entsprechende Marge ging von 43,9 auf 42,6 Prozent zurück.
Ergebnis bei anderen Gesundheitsprodukten und Parallelimportgeschäft verbessert
Im Segment „Andere Gesundheitsprodukte“ blieb der Umsatz mit 177,4 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Das entspricht einem Rückgang um 1,2 Prozent. Gleichzeitig entwickelte sich die Profitabilität positiv. Aufgrund einer verbesserten Rohertragsmarge und günstiger Währungseffekte erhöhte sich das bereinigte Ebitda um 14,5 Prozent auf 29,3 Millionen Euro. Im Ergebnis berücksichtigt das Unternehmen Restrukturierungsaufwendungen bei Arkopharma von 0,5 Millionen Euro. Im Parallelimportgeschäft setzt Dermapharm die Fokussierung auf margenstärkere Produkte fort. Dadurch sank der Umsatz erwartungsgemäß um 14 Prozent von 106,5 auf 91,6 Millionen Euro. Gleichzeitig verringerte sich der operative Verlust.
Dermapharm bestätigt Prognose für 2026
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an der bisherigen Prognose fest. Dermapharm erwartet einen Konzernumsatz zwischen 1.182 Millionen und 1.218 Millionen Euro. Das bereinigte Ebitda soll zwischen 331 Millionen und 341 Millionen Euro erreichen. Im Markenarzneimittelgeschäft sollen die Erweiterung bestehender Markenportfolios sowie die Entwicklung des nationalen und internationalen Geschäfts weitere Wachstumsimpulse liefern. Zusätzliche Beiträge erwartet das Unternehmen insbesondere aus dem Antiallergikageschäft. Bei den anderen Gesundheitsprodukten rechnet das Unternehmen mit einer positiven Entwicklung bei Cernelle und Euromed sowie einem stärkeren zweiten Halbjahr bei Arkopharma. Auch im Parallelimportgeschäft soll sich die Ergebnisentwicklung im weiteren Jahresverlauf fortsetzen.