Nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2025 zeigt sich der Bayer-Konzern operativ stabil. Trotz regional herausfordernder Märkte bleibt der strategische Kurs auf Wachstum und Effizienzverbesserung gerichtet. Insbesondere die Bereiche Pharma und Pflanzenschutz trugen zur positiven Entwicklung bei. Der Vorstand sieht das Unternehmen gut aufgestellt, um die für 2025 angehobenen Ziele zu erreichen.
Der Vorstandsvorsitzende Bill Anderson hob die Resilienz der Pharmaumsätze hervor. „Insgesamt sind wir in diesem richtungsweisenden Jahr gut aufgestellt, die Konzernprognose für 2025 zu erreichen, die wir im vergangenen Quartal angehoben hatten“, kommentiert er die Ergebnisse zum dritten Quartal. Auch strategisch habe Bayer Fortschritte gemacht, so Anderson, beispielsweise bei der Pipeline der Division Pharmaceuticals. Der Konzern habe die Nettofinanzverschuldung weiter reduziert, und das Organisationsmodell Dynamic Shared Ownership zahle sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. „Unser Unternehmen wird immer schlanker, effizienter, schneller und fokussierter.“
Umsatz bei Bayer wächst wechselkursbereinigt leicht
Der Konzernumsatz belief sich auf 9,66 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das zwar nominal ein Rückgang um rund drei Prozent. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte ergibt sich jedoch ein Plus von 0,9 Prozent. Währungseffekte belasteten mit 447 Millionen Euro. Das Marktumfeld blieb insbesondere in Teilen Asiens und Nordamerikas herausfordernd.
Das bereinigte Ebitda stieg im dritten Quartal auf 1,51 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 20,8 Prozent entspricht. Wesentliche Treiber waren Ergebnisverbesserungen in der Agrarsparte sowie in der Konzernüberleitung. Auch währungsbedingte Belastungen fielen geringer aus als im Vorjahr. Das Konzernergebnis lag bei minus 963 Millionen Euro nach minus 4,18 Milliarden Euro im Vorjahr.
Bayer Pharmaceuticals mit stabiler Geschäftsentwicklung
Im Segment verschreibungspflichtiger Medikamente erreichte Bayer im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von rund 4,34 Milliarden Euro. Nominal entspricht dies einem Rückgang von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Währungs- und portfoliobereinigt blieb der Umsatz nahezu stabil mit einem leichten Zuwachs von 0,4 Prozent. Als Wachstumstreiber erwiesen sich weiterhin Therapien in den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Nierenerkrankungen, die mit Typ-2-Diabetes in Verbindung stehen. Diese Produkte trugen trotz des herausfordernden Marktumfelds zu einer soliden Nachfrage bei.
Strategisch meldete Bayer auch Fortschritte bei der Entwicklungspipeline in diesem Segment. Für den laufenden Monat wird die Markteinführung eines neuen Wirkstoffs in den USA erwartet, der zur hormonfreien Behandlung von Wechseljahresbeschwerden vorgesehen ist. Damit unterstreicht das Unternehmen seine Innovationsstrategie im Pharmageschäft und strebt weitere Marktanteile in spezialisierten Therapiebereichen an.
Konsumgütersparte von Bayer mit uneinheitlichem Verlauf
Das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten erzielte einen Quartalsumsatz von rund 1,42 Milliarden Euro, vergleichbar mit dem Vorjahr. Währungsbereinigt entspricht dies einem Anstieg von zwei Prozent. Das Wachstum wurde jedoch durch ein zunehmend herausforderndes Marktumfeld in den Kernmärkten Nordamerika und Asien-Pazifik gedämpft. Während einige Produktkategorien wie Hautpflege, Schmerzmittel und Magen-Darm-Produkte zulegten, entwickelten sich Präparate im Bereich Allergie und Atemwegserkrankungen rückläufig.
Finanzvorstand nennt Schwerpunkte für 2026
Finanzvorstand Wolfgang Nickl betonte im Ausblick auf 2026 die Bedeutung operativer Steuerung und Markteinführungen in der Pharmasparte. Er erklärt: „Trotz einiger Herausforderungen in wichtigen Märkten in diesem Jahr betrachten wir die allgemeinen Marktwachstumstrends als intakt.“ Hinsichtlich der Wechselkurse rechnet der Konzern auch im kommenden Jahr mit Gegenwind. Abschließend sagt Nickl: „Zusammenfassend konzentrieren wir uns ganz auf die Faktoren, die wir beeinflussen können, passen uns neuen Gegebenheiten schnell an und treiben unsere Transformation weiter voran.“