Bayer ist mit einer stabilen Geschäftsentwicklung in das Jahr 2026 gestartet. Der Konzern konnte Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal trotz negativer Währungseffekte steigern und bestätigte seine währungsbereinigte Jahresprognose. Besonders das Pharmageschäft entwickelte sich insgesamt robust, auch wenn Patentabläufe und zunehmender Wettbewerbsdruck einzelne Produktbereiche belasteten.
Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal 2026 währungs- und portfoliobereinigt um 4,1 Prozent auf fast 13,41 Milliarden Euro. Belastend wirkten sich negative Wechselkurseffekte in Höhe von 886 Millionen Euro aus. Das bereinigte Ebitda erhöhte sich um neun Prozent auf 4,45 Milliarden Euro. Das Ebit erreichte 3,53 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Das Konzernergebnis konnte sich mehr als verdoppel, nämlich auf 2,76 Milliarden Euro. „Wir sind mit dem Jahresstart unserer Divisionen zufrieden und können die währungsbereinigte Prognose für 2026 bestätigen“, betont Vorstandsvorsitzender Bill Anderson. „Wir treiben die Umsetzung unserer Strategie weiter voran und sind fest entschlossen, unsere Ziele für das laufende Jahr zu erreichen.“
Bayer erzielt stabiles Pharmageschäft trotz Patentabläufen
Der Bereich verschreibungspflichtiger Medikamente erzielte mit 4,25 Milliarden Euro einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Wachstum verbuchte das Unternehmen vor allem mit neueren Therapieangeboten in den Bereichen Onkologie sowie Herz- und Nierenerkrankungen. Auch das Radiologiegeschäft entwickelte sich positiv. Belastet wurde das Segment dagegen erwartungsgemäß durch auslaufende Patente und zunehmenden generischen Wettbewerb in etablierten Produktgruppen. Zusätzlich investierte Bayer verstärkt in Vertrieb und Forschung. Das bereinigte Ebitda der Division sank um 7,5 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro.
Consumer-Health-Geschäft wächst weiter
Im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten erhöhte Bayer den Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um 5,3 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren vor allem Nahrungsergänzungsmittel und Dermatologieprodukte. Insbesondere das E-Commerce-Geschäft entwickelte sich dynamisch. Auch Produktlinienerweiterungen sorgten für zusätzliche Nachfrage. In Europa sowie im Nahen Osten und Afrika legte das Dermatologiegeschäft deutlich zu. Das bereinigte Ebitda der Division ging dennoch leicht um 1,5 Prozent auf 337 Millionen Euro zurück. Höhere Investitionen in die Vermarktung neuer Produkte sowie negative Währungseffekte belasteten das Ergebnis.
Bayer bestätigt Jahresprognose für 2026
Trotz geopolitischer Unsicherheiten hält Bayer an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Anpassungen ergaben sich lediglich auf Basis aktueller Wechselkurse. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz zwischen 44,5 und 46,5 Milliarden Euro. Für das bereinigte Ebitda prognostiziert Bayer einen Wert zwischen 9,4 und 9,9 Milliarden Euro. „Wir bestätigen unseren Jahresausblick auf Basis konstanter Wechselkurse, werden die geopolitischen Entwicklungen aber weiterhin im Blick behalten. Das ist nur eine Momentaufnahme. Wir erwarten für den Rest des Jahres weitere Volatilität in der Entwicklung der Wechselkurse“, so Finanzvorstand Wolfgang Nickl abschließend.