Kreiselpumpe für anspruchsvolle Pharmaanwendungen mit 60 Prozent mehr Fördervolumen

Hygienisch pumpen für höchste Wasserqualität

Gea ergänzt die Baureihe der Gea Hilge Hygia

Gea ergänzt die Baureihe der Gea Hilge Hygia um einen 45-Kilowatt-Motor und erweitert damit das Leistungsspektrum der hygienischen Pumpe auf einen Volumenstrom von 180 Kubikmeter pro Stunde. Die neue Variante eignet sich auch für anspruchsvolle Pharmaanwendungen, weil gerade beim Herstellen von Life-Science-Produkten die Verwendung von hochwertigen, gussfreien Materialien in CIP- und SIP-fähige Spezialpumpen ein kritischer Faktor ist. Gea wird die neue Antriebsversion auf der Powtech 2019 in Nürnberg vorstellen, die sich vor allem mit mechanischer Verfahrenstechnik für Chemie und Pharmazie beschäftigt.

Die Gea Hilge Hygia 45 kW ist eine normalsaugende Kreiselpumpe der Premiumlinie „Hygia“, die durch ihre elektropolierten Oberflächen, hochwertigen Dichtungswerkstoffe und flexiblen Bauformen seit Jahrzehnten bei Sterilanwendungen überzeugt. „Unsere Erfolgspumpe hat mit dieser Erweiterung mehr PS unter der Haube“, sagt Martin Zickler, Produktmanager für hygienische Pumpen bei Gea. „Wir können mit dem 45-Kilowatt-Motor 60 Prozent mehr Volumen fördern als bislang.“ Statt 110 Kubikmeter pro Stunde schafft die Pumpe nun 180 - ein Quantensprung, der das Kennfeld der Hygienepumpe enorm erweitert.

Ersatzteilhandling vereinfachen

Das Besondere ist, dass Gea das Leistungsspektrum mit nur zwei Baugrößen abdeckt. „Unsere Kunden konnten dieses Kennfeld bislang nur mit mehreren Baugrößen erreichen. Praktisch heißt das, dass sie im Betrieb dafür eben auch zahlreiche Gleitringdichtungen und verschiedene O-Ringsätze vorhalten müssen. Solch eine Ersatzteilhaltung ist für den Betreiber ein hoher - mindestens logistischer - Aufwand. Den können wir jetzt erheblich verringern“, so Zickler. Mit den Ansprüchen der Pharmaindustrie an die Hygiene steigen auch die Investitions- und Betriebskosten für die Prozesstechnik. Sie zu warten und Verschleißteile auszutauschen, sei laut Zickler in diesem Sektor auch ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

Die Gea Hilge Hygia hat eine lange Tradition als Hygienepumpe in der Nahrungsmittelverarbeitung. Doch Gea sieht vor allem in der pharmazeutischen Herstellung ein großes Potenzial, weil dort die kritischen Flüssigkeitsmerkmale wie fehlende Schmiereigenschaften und die strengen Regulierungen Pumpen mehr abverlangen. „Hauptanwendungen sind beispielsweise WFI-Lager- und Verteilsysteme (WFI = Water for Injection)“, erklärt Zickler. Dazu liefert Gea nicht nur die leistungsfähigen Pumpen, sondern auch das totraumfreie Hygienedesign und die zuverlässige technische Dokumentation.

Gut zu reinigen durch gussfreie Komponenten

Um die Reinigbarkeit für hygienisch sensible Anwendungen zu erleichtern, setzt Gea im produktberührten Bereich auf geschmiedete, tiefgezogene und gefräste Bauteile statt auf Guss. Zickler: „Speziell in der Pharmazie sind Gussvarianten ungern gesehen, weil dort Lunker zutage treten können. Die Reinigbarkeit leidet, eine 3-A-Zertifizierung wäre schwierig.“ Beides jedoch waren für Gea wichtige Parameter bei der Entwicklung der Pumpe. Alle Werkstoffe wurden deshalb sorgfältig für ihren Einsatz in hygienischen Prozessen ausgewählt. Die Gehäuse bestehen aus geschmiedetem CrNiMo (1.4404) und weisen eine poren- und lunkerfreie Oberfläche auf. Angepasst an den starken 45-Kilowatt-Motor haben die Ingenieure die Welle und das Laufrad, die die höhere Kraft schließlich übertragen müssen, aus dem hochfesten Duplexstahl CrNiMo 1.4462 konzipiert.

Wie die komplette Hygienebaureihe trägt auch die Hygia 45 kW das 3-A-Siegel. „Das ist Voraussetzung für unser Nordamerika-Geschäft, das wir in diesem Jahr fokussiert angehen möchten. Unsere Kunden in den USA warten aufgrund der größeren dort verarbeiteten Produktionsmengen schon auf unsere leistungsstärkere Hygia“, so Zickler. Sie finden Gea auf der Powtech 2019 in Nürnberg in Halle 3, Stand 231.
 

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