Optimierte Lösung zum Beschichten von Tabletten durch geschlitzte Coatingtrommel

Kerne mit Durchmessern von nur 1,5 Millimeter

Erste geschlitzte Coatingtrommel bereits seit 2009 im Einsatz

Der direkte Kundenkontakt zählt für L.B. Bohle schon seit den Gründungsjahren zu den entscheidenden Kriterien für den gemeinsamen Erfolg. Durch diesen „kurzen Draht“ zum Anwender erfahren Entwickler aus Technik und Forschung regelmäßig, welche neuen Anforderungen an die Maschinen und Verfahren gestellt werden. „Die Technologie zur Beschichtung von Minitabletten wird bei uns in letzter Zeit immer häufiger angefragt. Bereits im Jahr 2009 konnten wir im Rahmen eines Kundenprojekts dafür eine geschlitzte Coater-Trommel entwickeln. Ein Kunde benötigte seinerzeit einen Coater, um Minitabletten und Pellets mit einem Durchmesser von weniger als drei Millimetern befilmen zu können – eine Anforderung, die herkömmliche Anlage mit Standardperforation bis dato nicht erfüllen konnten“, skizziert Geschäftsführer Tim Remmert die damalige Aufgabe.

Minitabletten sind als Arzneiform bereits seit einigen Jahren etabliert und bieten den Vorteil, dass zur Applikation der benötigten Einzeldosis bei Bedarf mehrere Tabletten zusammen verabreicht werden können. Sie sind besonders geeignet, um als multipartikuläre Arzneiformen eingesetzt zu werden, da sie individuell und flexibel dosiert werden können. Dies kann sowohl über die Abfüllung in Kapseln oder Sachets als auch über die Applikation mit Minitabletten-Spendern erfolgen. Oft werden die kleinen Kerne gecoatet, um eine ausreichende Stabilität aufzuweisen. Neben der Funktionalität werden auch die Schluckbarkeit und Maskierung sowie der Geschmack und Geruch durch die Filmüberzüge positiv beeinflusst. Leider sind Minitabletten oft sehr fragil. Durch die starke Fluidisierung, die in der Wirbelschicht-Anlage nötig ist, können sie abreiben und schnell zerbrechen.

Bereits 2009 konzipierte L.B. Bohle also seine erste geschlitzte Coater-Trommel, die schonender mit den kleinen Kernen verfährt. Diese Trommel wurde mit einer entsprechenden Perforation versehen, in der nicht nur normal große, sondern auch extrem kleine Kerne mit einem Durchmesser von 1,5 Millimetern befilmt werden können. Dadurch bietet die Anlage maximale Flexibilität und kann zur Bearbeitung unterschiedlicher Partikel eingesetzt werden. „Im Gegensatz zu den Wettbewerbern, die die Technologie als Neuheit verkaufen wollen, haben wir seit der Premiere der ersten Maschine bereits zahlreiche weitere Anlagen mit perforierter Coater-Trommel im Labor und Prozessmaßstab gebaut und erfolgreich in der Produktion internationaler Hersteller installiert“, stellt Tim Remmert den Bohle-Vorsprung heraus.
 

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