Sanofi investiert 610 Millionen Euro in Impfstoff-Standorte in Frankreich

Modulare Fabrik setzt auf digitale Produktionsmodule

Paul Hudson, Chief Executive Officer bei Sanofi

Sanofi wird in Frankreich mehr als eine halbe Milliarde Euro investieren, um eine hochmoderne Impfstoff-Produktionsstätte in Neuville sur Saône sowie ein neues Forschungszentrum für Impfstoffe zu errichten. Damit verfolgt das Pharmaunternehmen das Ziel, seine Forschungs- und Produktionskapazitäten für Impfstoffe zu erhöhen. Auch soll so schneller auf künftige Pandemierisiken reagiert werden können. "Das Herz von Sanofi schlägt in Frankreich. Wir haben eine lange Geschichte und außergewöhnliche Teams, die im ganzen Land arbeiten und unsere starken Werte verkörpern. Durch die Investition in einen neuen Industriestandort und ein F&E-Zentrum stellt Sanofi Frankreich in den Mittelpunkt seiner Strategie, die darauf abzielt, Frankreich zu einem Exzellenzzentrum von Weltrang in der Impfstoffforschung und -produktion zu machen", sagte Paul Hudson, Chief Executive Officer des Arzneimittelherstellers.

Hudson führt weiter aus: "Es liegt in unserer Verantwortung, unsere Ressourcen und unser Fachwissen gegen die aktuelle Pandemie zu bündeln, aber auch in die Vorbereitung auf künftige Pandemien zu investieren."

Neuer Fabrikyp ermöglicht parallele Herstellung von bis zu vier Impfstoffen

Zum Ausbau der Impfstoffproduktion soll eine Produktionsanlage entstehen, die das Unternehmen als „Evolutive Vaccine Facility“ (EVF) betitelt. Für dieses Projekt stehen Investition von 490 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung. Voraussichtlich werden 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit dem Bau dieser Anlage plant die globale Impfstoff-Einheit Sanofi Pasteur die Impfstoffversorgung im Falle neuer Pandemien zu sichern. EVF ist ein neuer Fabriktyp, der um eine zentrale Einheit herum konzipiert wurde. Mehrere volldigitale Produktionsmodule sind hier untergebracht. Es können gleichzeitig drei bis vier Impfstoffe hergestellt werden. Diese Modularität ermöglicht es, die Produktion eines spezifischen Impfstoffs zeitgerechter zu priorisieren.

Digitales Forschungs- und Entwicklungszentrum für Impfstoffe

Sanofi hat außerdem zugesagt, 120 Millionen Euro in die Schaffung eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Frankreich am Standort von Sanofi Pasteur in Marcy-l'Etoile zu investieren. Hier sollen die zukünftigen Impfstoffe entwickelt werden. Diese digitale Einrichtung wird hoch spezialisierte Labore beherbergen. Diese ermöglichen die Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Krankheiten und Pandemierisiken. Die Einrichtung wird zu einer weltweiten Referenz für die präklinische Forschung und die pharmazeutische und klinische Entwicklung werden.

Umsetzung der Pharmapläne für ein souveränes Europa

Mit den Investitionen unterstützt Sanofi die Pläne der französischen Regierung für ein in Pharmabelangen souveränes Europa. Bereits im Frühjahr wurde die Gründung eines neuen europäischen Unternehmens für die Bereitstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen angekündigt. Das Unternehmen ist heute bereit, mit Frankreich und der Europäischen Union bei Projekten zusammenzuarbeiten. Hier werden der EU zusätzliche Produktionskapazitäten für Impfstoffe (EVF-Erweiterungsprojekt) oder monoklonale Antikörper über die Installation von Zellkulturtanks und Start-up-Projekten zur Verfügung gestellt. Diese zusätzlichen Kapazitäten können im Falle einer Krise im Gesundheitswesen von der EU und anderen Pharmaunternehmen genutzt werden.
 

Passende Anbieter zum Thema

Copa-Data, Software, Automatisierungssoftware, Digitalisierungsplattform, Predictive Analytics, Predictive Maintenance, Smart Factory, Prozessvisualisierung, IIoT, Industrie 4.0, Datenverarbeitung
Emerson, Automatisierung, Digitalisierung, IIOT, Engineering, Consulting, Projektmanagement, Wartung