Pharmalogistik: Unitax erweitert Kapazitäten bei Berlin

Pharmagroßlager Großbeeren ergänzt Hauptsitz Schönefeld

Unitax Hauptsitz Berlin

Die 20.000 Quadratmeter Logistikfläche am Hauptsitz in Berlin-Schönefeld reichen nicht mehr aus: Am 31. Oktober hat Unitax Pharmalogistik den Mietvertrag für ein weiteres, 10.000 Quadratmeter großes Pharmalager sowie ein 1.000 Quadratmeter großes Tiefkühllager im Güterverkehrszentrum Großbeeren unterzeichnet.

Vor gut sechs Jahren hatte der Logistikdienstleister die Pharmalogistik Anlage in Berlin-Schönefeld eröffnet, seitdem hat sich die Menge der einzulagernden Pharmaprodukte fast verdoppelt. Am neuen Standort Großbeeren lagern Primärpackmittel und Fertigarzneimittel; das Tiefkühllager ist für Tierimpfstoffe und Tierarzneimittel bestimmt.

Steigende Nachfrage bei zertifizierter Pharmalogistik

Einer der Gründe für die große Nachfrage sind die hohen Auflagen, die für Transport, Lagerung und Logistik in der Pharmaindustrie gelten: Pharmalogistiker müssen nach der Good Distribution Practice (GDP), der Good Storage Practice (GSP) und – sofern auch Mehrwertleistungen wie Konfektionierung und Verpackung erbracht werden sollen – nach der Good Manufacturing Practice (GMP) zertifiziert sein. „Alle Anforderungen erfüllen nur wenige Logistiker“, sagt Steven Reinhold, Prokurist und BtMVerantwortlicher bei Unitax. „Entsprechend stark ist die Nachfrage bei denen, die, wie wir, voll zertifiziert sind.“ 

Ein weiterer Grund für den Boom ist die Zulassung von Cannabis als verschreibungsfähiges Arzneimittel. „Seit der Anbau von Medizinal-Cannabis in Deutschland legalisiert ist, wollen viele Start-ups hier ins Geschäft kommen; wir werden von Anfragen geradezu überrannt“, erklärt Steven Reinhold. „Gern würden wir für diese neuen, kleineren Pharmaunternehmen die Logistik übernehmen, doch aktuell ist das wegen des hohen Arbeitsaufwandes für relativ kleine Mengen einfach nicht machbar.“ Medizinal-Cannabis fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Logistiker, die damit umgehen, verfügen über die entsprechende Erlaubnis und melden jede Warenbewegung an die Bundesopiumstelle. Perspektivisch sollen im neuen Pharmalager 500 Quadratmeter als Betäubungsmittel-Lager eingerichtet werden – zusätzlich zum bestehenden BtM-Lager in Schönefeld.

Exporte legen zu

Zudem verzeichnet das Unternehmen mehr Aufträge im Bereich Export: Kunden, die bisher vorwiegend in Deutschland mit dem Pharmalogistiker zusammengearbeitet haben, verstärken ihren internationalen Handel und haben entsprechenden Bedarf. Das betrifft insbesondere Exporte von in Deutschland hergestellten Arzneimitteln nach Asien sowie nach Süd- und Westeuropa.
 

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