Grundfos erhöht Umsatz 2014 auf 3,2 Milliarden Euro

Währungsschwankungen belasten Konzernergebnis

Mads Nipper

Grundfos musste sich 2014 einem stärkeren Wettbewerb, geringeren Wachstumsraten auf den europäischen Märkten und ungünstigen Wechselkursen stellen. Starkes Wachstum in den Vereinigten Staaten und China stärken zwar die Position von Grundfos auf dem globalen Markt, doch bei der Rentabilität ist ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Mit einer neuen Strategie soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden.

Im Jahr 2014 erlebte die Grundfos Gruppe, gemessen in lokalen Währungen, ein Umsatzwachstum von 5,7 Prozent. Diese Entwicklung hat den weltweiten Marktanteil des Konzerns gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr war 2014 vor allem in den ersten sechs Monaten von negativen Auswirkungen der Währungsschwankungen geprägt. Insgesamt hat sich der Nettoumsatz infolge von Wechselkursschwankungen um 4,1 Prozent reduziert, was einem Umsatzwachstum in Euro von 1,6 Prozent und einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro entspricht.

Gesamtwachstum insgesamt zufriedenstellend
„Angesichts der Tatsache, dass eine Vielzahl von Märkten unter einem geringen Wachstum leiden, fiel das Gesamtwachstum insgesamt zufriedenstellend aus. Wir haben unsere Position auf dem globalen Markt halten und sogar trotz des verschärften Wettbewerbs, vor allem in Asien, verbessern können. Aber gemessen in Euro sind das Wachstum und die Rentabilität der Gruppe enttäuschend ausgefallen“, sagt Grundfos Konzernpräsident Mads Nipper. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird in Europa erwirtschaftet und damit wesentlich durch die europäische Marktentwicklung beeinflusst. Ein allgemein geringes Wachstum der europäischen Volkswirtschaften führte daher zu einer bescheidenen Wachstumsrate für Grundfos.

„In Deutschland, unserem wichtigsten und größten europäischen Markt, konnte in den ersten sechs Monaten ein positives Wachstum verzeichnet werden, was sich jedoch in der zweiten Jahreshälfte umkehrte. Auf das ganze Jahr gesehen, ist eine negative Wachstumsrate zu verzeichnen, u.a. weil die Entwicklung des Heizungsmarktes hinter den Erwartungen zurückblieb. Zudem wurden unser Umsatz und unsere Rentabilität negativ durch die Entwicklung in Russland, einem unserer wichtigsten Märkte, beeinflusst. Hier wurde ein über Jahre anhaltendes eindrucksvolles Wachstum von Umsatzeinbrüchen abgelöst. Trotz dieser Umstände kann unser Unternehmen in Russland ein befriedigendes Ergebnis verzeichnen. Aufgrund der immer noch schwachen Wirtschaft im Süden Europas ist in diesen Ländern nur wenig oder kein Wachstum zu verzeichnen. Doch glücklicherweise gibt es auch Lichtblicke, wo es uns gelungen ist, ein solides Wachstum zu erzielen. Dies ist zum Beispiel in Frankreich, Großbritannien, Polen, Ungarn und Dänemark der Fall“, erklärt Mads Nipper.

Geringere Margen und Anstieg der Fixkosten führen zu weniger Rentabilität
Der Trend der letzten Jahre, in denen sich die Rentabilität verschlechtert hatte, setzte sich leider im Jahr 2014 fort. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 118 Millionen Euro, im Vergleich zu 201 Millionen Euro im Vorjahr. Insbesondere geringere Margen infolge des verschärften Wettbewerbs, wie auch ungünstige Währungsentwicklungen und eine nachteilige geographische Umsatzverteilung haben sich negativ auf die Rentabilität ausgewirkt. Darüber hinaus beeinflusst ein weiterer Anstieg der Fixkosten das operative Ergebnis nachteilig. Zudem ist das Ergebnis vor Steuern negativ durch einmalige Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro beeinflusst worden. Unabhängig davon ist die Rentabilität nicht zufriedenstellend.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre führte dazu, dass der Konzernaufsichtsrat Änderungen im Konzernmanagement und der Geschäftsstrategie für erforderlich hielt. Am 1. August 2014 trat Mads Nipper die Stelle als neuer Konzernpräsident an. Mit einer neuen Strategie soll sichergestellt werden, dass das volle Potenzial des Unternehmens zur Entfaltung kommt. Die Ziele und Erwartungen des Konzerns für das Jahr 2015 sind zwar ein moderates Umsatzwachstum, doch vorrangig eine Verbesserung der Rentabilität.