Gerresheimer wächst auch im dritten Quartal weiter

Umsatz steigt um 6,2 Prozent auf 344 Millionen Euro

CEO Uwe Röhrhoff

Die Gerresheimer AG hat auch ihr drittes Quartal erfolgreich abgeschlossen. Das in Düsseldorf ansässige und im MDAX börsennotierte Unternehmen stellt in mehr als 40 Werken weltweit Pharmaverpackungen aus Glas und Kunststoff und Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten wie Insulin-Pens und Asthma-Inhalatoren her. „Ich bin mit dem Geschäftsverlauf im dritten Quartal zufrieden. Umsatzwachstum und Ergebnis haben erwartungsgemäß zugelegt. Inzwischen haben wir die Akquisition des amerikanischen Unternehmens Centor abgeschlossen.

Damit wird Centor als Marktführer für Kunststoffverpackungen für verschreibungspflichtige, orale Medikamente im amerikanischen Endkundenmarkt bereits im vierten Quartal in unseren Konzern integriert“, sagte Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG.

Organisches Umsatzwachstum bei 3,1 Prozent
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 (Geschäftsjahr 2015: 1. Dezember 2014 bis 30. November 2015) hat Gerresheimer sein Umsatzwachstum fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 344,0 Millionen Euro. Organisch, also bereinigt um Währungseinflüsse und Zu- und Verkäufe, wuchs der Umsatz um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gut lief das Geschäft mit medizinischen Kunststoffprodukten wie Asthma-Inhalatoren und Blutzuckermessgeräten für Diabetiker, sowie mit pharmazeutischen Pharmaverpackungen aus Kunststoff.

Nachdem im Vorjahr die Umsätze mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen außerordentlich hoch waren, lagen die Erlöse in diesem Bereich wie erwartet wieder auf normalem Niveau. Das Geschäft mit Primärverpackungen aus Glas verlief besser als im Vorjahresquartal. In den USA gab es beim Umsatz mit Injektionsfläschchen, Ampullen und Karpulen nach den rückläufigen Zahlen der vergangenen Quartale eine Trendwende mit starkem Wachstum. In Europa wurde das Wachstum insbesondere durch gute Verkäufe von Kosmetikglas getragen.

Wie angekündigt wurde das Glaswerk im amerikanischen Millville im dritten Quartal 2015 geschlossen und alle Behälterglasprodukte in dem Werk in Chicago Heights konsolidiert. Wie geplant wurde nach der Reparatur und Erweiterung der Schmelzwanne sowie der Verbesserung der Infrastruktur in dem Werk in Chicago Heights der Betrieb im September wieder aufgenommen. Im Geschäftsbereich Laborglas gab es durch den starken Euro-US-Dollar-Wechselkurs bedingte Umsatzzuwächse. Organisch ging der Umsatz mit Laborglas leicht zurück.

Operatives Ergebnis auf 68 Millionen Euro gestiegen
Das Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal 2015 ein operatives Ergebnis von 68,0 Millionen Euro. und übertraf damit den Vorjahreswert um knapp 6 Millionen Euro. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug im dritten Quartal 19,8 Prozent und lag damit über dem Niveau der Marge des Vorjahresquartals von 19,2 Prozent. Alle drei Geschäftsbereiche haben zu der guten Margenentwicklung beigetragen. Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte zum Ende des dritten Quartals 2015 20,2 Millionen Euro und lag damit um 0,4 Millionen Euro über dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresquartals. Das bereinigte Konzernergebnis betrug im dritten Quartal 2015 29,2 Millionen Euro nach 22,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Im dritten Quartal 2015 hat Gerresheimer Investitionen in Höhe von 37,9 Millionen Euro getätigt, verglichen mit 22,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der größte Teil der Investitionen entfiel auf die Werke für Primärverpackungen aus Glas und dort insbesondere auf die Erneuerung und Erweiterung des Werks in Chicago Heights. Außerdem wurden weiterhin Investitionen in Fläschchen- und Karpulenmaschinen getätigt. Desweiteren wurde der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten für medizinische Kunststoffsysteme wie z.B. Inhalatoren in Tschechien und den USA fortgesetzt.

Am 27. Juli 2015 hatte Gerresheimer den Vertrag zur Übernahme des amerikanischen Unternehmens Centor unterschrieben. Die Transaktion wurde am 1. September 2015 abgeschlossen. Centor ist Marktführer bei Kunststoffverpackungen für verschreibungspflichtige, orale Medikamente im amerikanischen Endkundenmarkt. Das Unternehmen erzielte 2014 einen Jahresumsatz von 167 Millionen Dollar (pro forma) und beschäftigt 220 Mitarbeiter. Der schuldenfreie Kaufpreis in Höhe von 725 Millionen Dollar wurde vollständig durch Fremdkapital finanziert.

Ausblick
In dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2015 lässt Gerresheimer aus Gründen der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr sowohl den Centor-Kauf als auch den möglichen Abschluss des Verkaufs des Röhrenglasgeschäfts vor Abschluss des Geschäftsjahres 2015 unberücksichtigt. Ohne Berücksichtigung beider Transaktionen und unter Annahme konstanter Wechselkurse (Annahme EUR 1,00 = USD 1,30) erwartet Gerresheimer unverändert ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 1 bis 3 Prozent. Darüber hinaus hat Gerresheimer erste Indikationen für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 formuliert und zwar unter der Annahme, dass sowohl die Veräußerung des Röhrenglasgeschäfts sowie die Akquisition von Centor im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossen werden: Die durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes soll hiernach in Höhe von 4 bis 5 Prozent liegen.

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